Proteste gegen Atommüll auf Leipziger Richard-Wagner-Platz

Proteste gegen Atommüll auf Leipziger Richard-Wagner-PlatzLeipzig. Seit dem gestrigen Montag erinnert ein “Zwischenlager“ auf dem Leipziger Richard-Wagner-Platz an die Pläne, noch im Dezember zwei weitere Castortransporte durch Deutschland durchzuführen.

 

 

 

 

Die Aktion ist Teil von bundesweiten Protesten gegen Atommülltransporte. Das Aktionsbündnis will damit auf die weiterhin ungeklärte Endlagerfrage in Deutschland aufmerksam machen und auf weitere geplante Castor-Transporte hinweisen.
So sollten Mitte Dezember zwei weitere Castor-Transporte stattfinden. Ein Transport wird aus dem südfranzösischen Cadarache nach Lubmin bei Greifswald führen. Der zweite Transport von Atommüll aus Ahaus nach Majak in Russland wurde mittlerweile von Bundesumweltminister Norbert Röttgen abgesagt. Der Transport sollte Atommüll, der ursprünglich aus der DDR-Forschungsanlage Rossendorf bei Dresden stammte, in das russische Lager Majak bringen. Röttgen dazu: “Voraussetzung für eine Zustimmung wäre der Nachweis, dass die Brennelemente in der russischen Anlage Majak schadlos verwertet werden. Die vorliegenden Unterlagen lassen eine abschließende Aussage dazu nach den Maßstäben des Atomgesetzte gegenwärtig nicht zu.“

Proteste gegen Atommüll auf Leipziger Richard-Wagner-Platz

 

Den Aktivisten geht es allerdings nicht nur um die Transporte von Atommüll. Auch die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke bleibt weiter im Visier der Aktion. “Als Umweltschützer blockieren wir den Kurs der schwarz-gelben Regierung und wenden uns gegen jegliche Atommülltransporte. Schließlich gibt es kein sicheres Endlager“, konstatiert Alexander John von der Klima- Allianz Leipzig. Und so wird die Installation bis zu den Transporten in Leipzig stehen bleiben und die Passanten daran erinnern, dass weltweit Atommüll auf ein Endlager wartet.

(ssc)

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