Offener Brief des Betriebsrats - HL komm wird zu HL knock-out

Offener Brief des Betriebsrats - HL komm wird zu HL knock-outLeipzig. Der Betriebsrat des Leipziger Telekommunikationsdienstleisters und Kabelnetzbetreibers HL komm setzt im Kampf gegen den Teilverkauf des Unternehmens auch weiter auf öffentlichkeitswirksame Maßnahmen. So wurde am heutigen Donnerstagmorgen aus “HL komm“ “HL k.o.“.

 

 

 

Knock out – für einen Niederschlag hält der Betriebsrat von HL komm den angestrebten Teilverkauf des Unternehmens. In einem offenen Brief wandte sich der Betriebsrat nochmals an die Öffentlichkeit:
„Anlässlich der bevorstehenden Abstimmung zur Vorlage des Oberbürgermeisters V/1041 am 09.02.2011, ab 18:00 Uhr, im Leipziger Stadtrat möchte der Betriebsrat der HL komm Telekommunikations GmbH mit der symbolischen  Verhüllung der beiden letzten Buchstaben des HL komm-Logos auf dem Gebäude Nonnenmühlgasse 1 Aufmerksamkeit erzeugen!
Die Bedeutung von HL komm = Halle-Leipzig Kommunikation als Synonym für die erfolgreiche Fusion von drei Telekommunikationsfirmen aus der Region im Jahre 2000 hin zum HL ko =-knock out- mit der Bedeutung, dass aus der erfolgreichen und zukunftsfähigen Halle-Leipzig Kommunikation etwas herausgeschlagen werden könnte, bewegt uns als Betriebsrat sehr.

Offener Brief des Betriebsrats - HL komm wird zu HL knock-out

 

Die Belegschaft der HL komm fühlt sich seit Oktober 2010 auch knock out, wie außer Gefecht gesetzt.
Mit Unverständnis nahmen wir das konzeptionslose Agieren einiger Leipziger Entscheidungsträger für einen Anteilsverkauf wahr. Aus Sorge um die Zukunftsfähigkeit der Region und natürlich auch um unserer Arbeitsplätze begann eine kollektive Aufklärungsarbeit, die den aktuell stattfindenden Meinungsfindungsprozess im Stadtrat wie in der Öffentlichkeit sehr anregte.
Wir danken dafür den Betriebsratskollegen im Stadtwerkekonzern, dem APRIL-Netzwerk, ver.di,  Fraktionen im Stadtrat und vielen Mitbürgern und Kollegen. Wir stehen auch zukünftig zusammen!
Die am 01.02.2011 vom Stadtrat und Aufsichtsratsmitglied der Stadtwerke Leipzig GmbH, Herrn Roland Quester, veröffentliche fundierte Stellungnahme zur Vorlage ist wegweisend.
Wir erwarten, dass sich die gewählten Bürgervertreter im Stadtrat der Mühe unterziehen sich umfassend zu informieren um am kommenden Mittwoch eine weise zukunftsfähige Entscheidung bezüglich unserer Stadt und damit für perdata und HL komm fällen zu können!“
Die Stadt Leipzig erwägt derzeit einen Verkauf von Beteiligungen an den Stadtwerketöchtern perdata und HL komm. Mit dem Erlös sollen Löcher im städtischen Haushalt geschlossen werden. Finanzbürgermeister Bonew kapitulierte bereits vor den Herausforderungen, sieht keine Möglichkeiten anders als durch den Verkauf aktiv zu werden. “Der Verkauf ist alternativlos“, beteuerte er auf einer öffentlichen Anhörung zum Thema im Januar 2011. Oberbürgermeister Burkhard Jung ruderte derweil zurück und will nur noch Minderheitsbeteiligungen Fremder erlauben.

(ine)

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