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Stephan Ernst mit Lubner Motorsport in der Grünen Hölle

am . Veröffentlicht in Motorsport

Stephan Ernst mit Lubner Motorsport in der Grünen HölleNürburg. Im Rahmen des diesjährigen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring fand auch das “Renault Race Festival“ statt. Unter den 75 Renaults war auch der Clio Cup vom Team Lubner Motorsport mit Stephan Ernst am Steuer.

 

 

 

Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist eines der größten Motorsporthighlights in diesem Jahr. Im Rahmen des Rennspektakels in der “Grünen Hölle“ fand neben anderen Events auch das “Renault Race Festival“ statt. Dort ging Stephan Ernst aus Euskirchen im Renault Clio Cup vom Team Lubner Motorsport an den Start.
Insgesamt 75 Fahrzeuge aus dem Hause Renault, vom alten Renault 5, über die Renault Clio bis hin zu Megane Trophy, gingen dabei ins Rennen. Das Team Lubner Motorsport startete in der mit 27 Autos am stärksten besetzten Klasse der "Renault Clio Fahrzeuge nach sp3 Reglement". Die meisten der Clios hatten als mehr Leistung und weniger Gewicht als der Clio Cup von Lubner Motorsport. So standen die Zeichen für Stephan Ernst eine gute Platzierung zu erreichen nicht zum Besten, da das reine Cup-Fahrzeug für andere Rennen konzipiert ist. Hinzu kamen noch die ständig wechselnden Wetterkapriolen, die diese Veranstaltung zum Poker Krimi für Team und Fahrer machten.

 

Stephan Ernst mit Lubner Motorsport in der Grünen Hölle

 

In der ersten einstündigen Quali am Donnerstag zeigte Stephan Ernst, der zuvor erst 5 Runden auf der Nordschleife unterwegs war, sofort sein Potential. Er lernte schnell das Fahrzeug von Lubner Motorsport kennen und setzte dies sofort in Top Rundenzeiten um. So erreichte er im ersten Qualifying Platz 10  in seiner Klasse und im Gesamtklassement Platz 16. Schon zu diesem Zeitpunkt wurde klar, dass Team und Fahrer an diesem Wochenende eine starke Kombination sein werden. Im zweiten Qualifying am Freitag schüttete beim Vorstart es wie aus Kannen. Aus diesem Grund waren Regenreifen angesagt. Mit gewohnter Ruhe wurde der Trainingsstart abgewartet. Als sich dann die Sonne zeigte trocknete die Strecke recht schnell ab.

 

Stephan Ernst mit Lubner Motorsport in der Grünen Hölle

 

Mirko Lubner gab die Anweisung an Stephan Ernst die erste Runde auf nasser Fahrbahn über die Nordschleife zu fliegen, um diese Bedingungen besser kennen lernen zu können. Bei einem kurzen Boxenstop wurde dann auf Slicks gewechselt. Rennmechanikerin Anja Keßler und Mechaniker Andreas Pahlen gaben beim Radwechsel alles, damit das Fahrzeug wieder schnell auf die Strecke kam. Stephan Ernst fuhr eine kurze Grand-Prix-Runde und ging dann direkt auf die Nordschleife. Von oben drohten die nächsten Regenwolken, woraufhin fast alle anderen Fahrzeuge am Anfang mehrere Nordschleifenrunden auf Regenreifen absolvierten. Die Strecke trocknete immer weiter ab, wodurch sich die Strategie, sofort auf Slicks zu wechseln, auszahlte. Einige nasse Stellen auf der Strecke stellten keine zwar optimalen Streckenbedingungen dar, doch Ernst konnte sofort auf seine Zeitrunde gehen und positionierte sich dabei schnell auf einem der vorderen Plätze.

 

Stephan Ernst mit Lubner Motorsport in der Grünen Hölle

 

Als die anderen Teams dann auf die schnelleren Slicks wechselten, fing es wieder zu regnen an. Die Streckenverhältnisse verschlechterten sich damit schnell, was den anderen Fahrern keine guten Bedingungen für eine Zeitrunde bot. Die Strategie und das Können von Stephan Ernst, brachten Team Lubner Motorsport am Ende Platz 2 in der klasse und Platz 3 im Gesamtklassement der 75 Fahrzeuge. Am Samstag herrschte an der Strecke ein Wechselspiel zwischen Sonnenschein und strömenden Regen vor. Ernst ging trotz leichtem Regen auf Slicks in die Startaufstellung. Es war schwer zu kalkulieren ob der Regen zunimmt oder die Strecke abtrocknet, so dass einige Teams auf Regenreifen wechselten. Das Team entschied sich die Reifen nicht zu wechseln, was eine Pokerentscheidung war. Diese wurde im Rennen nicht belohnt, denn schon in der Einführungsrunde nahm der Regen zu. Stephan Ernst entschied sich nach dieser Runde zum Reifenwechsel an die Box zu fahren.

 

Stephan Ernst mit Lubner Motorsport in der Grünen Hölle

 

Dies gestalte sich allerdings schwierig, ein einfahren in die Boxengasse aufgrund der Vielzahl von Fahrzeugen kaum möglich war. "Ich habe die Einfahrt verpasst, da dachte ich, kein Problem, fahre ich halt mit Slicks.", so Stephan Ernst nach dem Rennen. Mit gemischten Gefühlen musste sich das Team anschauen, wie ihr Pilot das Fahrzeug auf der Strecke hielt. Im verlauf der 2.Runde regnete es dann in Strömen. "Wie es Stephan geschafft hat auf der strecke zu bleiben, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich selten so eine Perfekte mutige Fahrt gesehen habe.", so Mirko Lubner zur Leistung seines Piloten. Am Ende ging Stephan Ernst als 7. in der Klasse und 10. Im Gesamtklassement über die Ziellinie. Des Weiteren saß er im schnellsten slickbereiften Fahrzeug. "Schade dass wir eine falsche Entscheidung getroffen haben. Ich bin mir sicher, dass Stephan mit Regenreifen ganz vor gefahren wäre. Im Motorsport gibt es aber oft `hop oder top´ Entscheidungen.", erklärte Mirko Lubner.  Stephan Ernst bedankte sich im Anschluss an das Rennen bei Mirko Lubner für das perfekt vorbereitete Fahrzeug. Lubner: "Ich gratuliere Stephan für diese Topp-Leistung. Sein Speed ist gigantisch und ich hoffe, dass wir weitere Rennen zusammen fahren werden. ", so der sichtlich zufriedene Mirko Lubner.

 

Stephan Ernst mit Lubner Motorsport in der Grünen Hölle


Sportmanager Ulli Wetzke und Lubner haben vereinbart, dass in den nächsten Tagen ein Konzept erarbeitet werden soll, wie Stephan Ernst und ein zweiter Fahrer noch in diesem Jahr ein VLN-Rennen in der Grünen Hölle bestreiten können. Als zweiter Fahrer ist Sascha Halek im Gespräch. Der momentan führende in der BMW Challenge Austria liebäugelt schon lange mit der Nordschleife. "Sascha und Stephan wären eine fantastische Kombination und ich bin mir sicher, dass wir so ein sehr konkurrenzfähiges Team an den Start bringen würden.“, äußerte sich Mirko Lubner im Anschluss an das Rennen gegenüber Vertretern der Presse.

 

Stephan Ernst mit Lubner Motorsport in der Grünen Hölle

 

(msc)




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