facebook Twitter Youtube RSS

Zwei weitere Medaillen für das DKV-Team bei der Kanuslalom-EM in Wien

am . Veröffentlicht in Kanu

Zwei weitere Medaillen für das DKV-Team bei der Kanuslalom-EM in WienWien. Auch beim letzten Finaltag der Kanuslalom-Europameisterschaften standen wieder Athleten des DKV auf dem Treppchen. Ricarda Funk und Melanie Pfeifer erpaddelten einen Doppelsieg im Kajak-Einer.

 

Die Kanuslalom-Europameisterschaften in Wien sind mit insgesamt vier Medaillen für das Nationalteam des Deutschen Kanu-Verband zu Ende gegangen. Ergänzt wurden die beiden Medaillen der Herren des ersten Finaltages mit zwei Podiumsplätzen bei den Damen im Kajak-Einer. Ricarda Funk (Bad Kreuznach) und Melanie Pfeifer (Augsburg) holten für das deutsche Nationalteam einen Doppelsieg. Am Freitag hatte bereits Jan Benzien (Leipzig) Bronze im Canadier-Einer gewonnen und die deutschen Kajak-Herren den Titel des Europameisters in der Mannschaft geholt.
Ricarda Funk, die sich in diesem Jahr zum ersten Mal für das Nationalteam qualifieren konnte paddelte in Bestzeit von 96,11 Sekunden zum Europameistertitel. Knapp dahinter sicherte sich die Augsburgerin Melanie Pfeifer die Silbermedaille.  Jasmin Schornberg aus Hamm verpasste nur knapp den Sprung aufs Podium. Sie belegte hinter der französischen Olympiasiegerin Emilie Fér den vierten Platz.
“Als ich im Ziel war, dachte ich, dass sich da schon noch jemand davorschieben würde, da kamen doch noch so viele Gute. Als ich hier angereist bin, wollte ich erst einmal ins Halbfinale kommen. Dass ich jetzt gewonnen hab, ist echt cool“, freute sich die 22-jährige Ricarda Funk, die im vergangenen Jahr den Titel als U23-Europameisterin holte.

Zwei weitere Medaillen für das DKV-Team bei der Kanuslalom-EM in Wien
“Diesen Moment muss man echt genießen. Das sind die schönsten Momente im Sport. Ich hatte mir vorgenommen, die Zeit aus dem Halbfinale noch einmal zu wiederholen. Dass ich das auch geschafft habe, macht mich stolz.“, so Melanie Pfeifer nach dem Gewinn der Silbermedaille.
Im Finale der Canadier-Zweier fuhren anschließend die Leipziger Franz Anton und Jan Benzien als bestes deutsches Boot auf den fünften Rang. “Wir hatten vorher besprochen, wir wollen eine 98 fahren. Jetzt sind wir 98,02 gefahren, also könnten wir theoretisch zufrieden sein. Aber Fünfter will man mit einem guten Lauf auch nicht werden.“, so ein nicht ganz so zufriedener Jan Benzien.
“Zwei Sekunden haben wir verloren an Tor 13 – Sch...“, ärgerte sich sein Zweierpartner dagegen richtig. Zwei Sekunden weniger hätten beiden zu Bronze gereicht.  Europameister wurden die Slowaken Ladislav und Peter Skantar vor den Polen Piotr Szczepanski/Marcin Pochwala (Silber) und den Slowenen Luka Bozic und Saso Taljat (Bronze). Die Hallenser Zwillinge Kai und Kevin Müller fuhren auf den neunten Rang, Robert Behling/Thomas Becker (Schkopau) verpassten das Finale als 17. des Semifinallaufs.
In den abschließenden Mannschaftswettbewerben blieben die deutschen Teams ohne Medaille. Die Kajak-Damen mit Jasmin Schornberg, Melanie Pfeifer und Ricarda Funk verpassten Bronze um 18 Hundertstel Sekunden und paddelten auf den vierten Rang hinter den Teams aus der Tschechischen Republik, Spanien und Frankreich. Die Canadier-Zweier wurden beim Sieg der slowakischen Mannschaft Sechste, Silber und Bronze gingen an Frankreich und die Tschechische Republik.
“Wir haben aus den olympischen Disziplinen einen kompletten Medaillensatz geholt, damit haben wir auch unsere Zielstellungen in Richtung Olympia erfüllt. Es geht ja für uns immer wieder darum, aus vier Disziplinen zwei Medaillen zu holen, deshalb bin ich zum Saisonauftakt sehr zufrieden.“, bilanzierte DKV-Cheftrainer Michael Trummer. “Wir reisen jetzt morgen sofort zum Weltcup nach London weiter. Wir wollen in der ersten Weltcup-Hälfte weiter an Wettkampfstabilität und Erfahrung gewinnen, um uns danach in aller Ruhe auf die Weltmeisterschaften in den USA vorzubereiten und dann hoffentlich auch dort auf die Podeste zu fahren.“, so Trummer abschließend.

(msc)

 

Ergebnisse, Kanu-Slalom-EM in Wien, zweiter Finaltag

Herren, Canadier-Zweier:
1. Ladislav Skantar/Peter Skantar (SVK) 95,20 (0)
2. Piotr Szczepanski/Marcin Pochwala (POL) 95,41 (0)
3. Luka Bozic/Saso Taljat (SLO) 96,93 (0)
4. Pavol Hochschorner/Peter Hochschorner (SVK) 97,81 (2)
5. Franz Anton/Jan Benzien (GER/Leipzig) 98,02 (0)
6. Michail Kuznetsov/Dmitri Larionov (RUS) 98,39 (2)

9. Kai Müller/Kevin Müller (BSV Halle/S.) 102,68 (2)
17. Robert Behling/Thomas Becker (GER/Schkopau) 104,98 (6)

 

Teamwettbewerb, Herren, Canadier-Zweier:  
1. Slowakei (Hochschorner/Hochschorner, Skantar/Skantar, Kucera/Batik) 112,39 (0)
2. Frankreich (Peschier/Labarelle, Klauss/Peche, Picco/Biso) 112,85 (2)
3. Tschechische Republik (Karlovsky/Jane, Koplik/Vrzan, Kaspar/Sindler) 115,08 (4)

6. Deutschland (Behling/Becker, Müller/Müller, Anton/Benzien) 119,50 (8)

 

Damen, Kajak-Einer:
1. Ricarda Funk (GER/Bad Kreuznach) 96,11 (0)
2. Melanie Pfeifer (GER/Augsburg) 96,37 (0)
3. Emilie Fer (FRA) 96,65 (0)
4. Jasmin Schornberg (GER/Hamm) 97,30 (0)
5. Fiona Pennie (GBR) 97,52 (2)
6. Katerina Kudejova (CZE) 98,04 (2)


Teamwettbewerb, Damen, Kajak-Einer:
1. Tschechische Republik (Hilgertova, Kudejova, Vojtova) 108,65 (0)
2. Spanien (Chourraut, Goikoetxea, Martínez) 110,17 (2)
3. Frankreich (Bouzidi, Newman, Fer) 110,36 (4)
4. Deutschland (Schornberg, Pfeifer, Funk) 110,54 (0)

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen