Bitterer Saisonabschluss für HC Leipzig

Bitterer Saisonabschluss für HC LeipzigLeipzig. Der HC Leipzig hat sich am gestrigen Samstagabend mit seiner vierten Saisonniederlage gegen den Thüringer HC in die Sommerpause verabschiedet. Die Leipzigerinnen unterlagen den Gästen mit 31:39 (17:21).

 

 

In dem vom HC Leipzig als “Supercup“ beworbenen Spiel zeigten die Gäste aus Thüringen den Gastgeberinnen zum vierten Mal in dieser Saison deutlich die Grenzen auf. Gerade von der Saisonabschlussfahrt auf Mallorca zurück gekehrt erlaubten die Thüringerinnen nur eine Leipziger Führung – das 1:0 durch Alexandra Mazzucco. Nach dem Ausgleich durch Katrin Engel und der darauf folgenden Führung, die Alexandrina Barbosa mit einem ihrer insgesamt acht Treffer erzielte, liefen die Leipzigerinnen stets einem Rückstand hinterher, mehr als der vorübergehende Ausgleich war ab der 2. Spielminute für den HC Leipzig nicht mehr drin.

Alexandrina Barbosa stellte die Weichen für den Sieg des THC in Leipzig

Alexandrina Barbosa stellte die Weichen für den Sieg des THC in Leipzig

Während die Gäste in der mit etwa 2.700 Zuschauern, darunter viele THC-Fans, gut gefüllten Arena Leipzig Spielfreude versprühten zeigten einige der Leipziger Führungsspielerinnen wenig Lust am Spiel. Susann Müller, immerhin Torschützenkönigin der letzten Weltmeisterschaft, fand überhaupt nicht ins Spiel und traf nur einmal das gegnerische Tor. Ihre letzten Spielminuten für den HCL musste Müller dann auf der Bank verbringen, nachdem die Schiedsrichter sie nach einem Ringkampf in der eigenen Hälfte eineinhalb Minuten vor Spielende mit einer Zeitstrafe vom Feld schickten. Einzig Saskia Lang stemmte sich mit allen Kräften gegen die drohende Niederlage, bewies bis zuletzt Charakter im Kampf gegen den deutschen Meister und traf nicht nur selbst neunmal sondern setzte auch ihre Mitspielerinnen immer wieder gut ein.

Saskia Lang erreichte gegen den THC als einzige Leipzigerin das Niveau des Gegners

Saskia Lang erreichte gegen den THC als einzige Leipzigerin das Niveau des Gegners

Der THC dagegen überzeugte durch Geschlossenheit und positive Emotionen, mit denen Herbert Müller und die gesamte Bank die Spielerinnen auf dem Feld immer wieder zu motivieren wussten. Auch in Situationen, in denen der HC Leipzig näher rückte wie in der 41. Minute, als Luisa Schulze und Anne Müller auf drei Tore verkürzten, fand der Thüringer HC deshalb immer eine schnelle Antwort und vergrößerte den Abstand umgehend. Und so wurde auch aus dem 23:26 in der 41. Minute schnell wieder ein 25:30, letztendlich gewannen die Gäste hoch verdient mit 39:31 und konnten in der Arena Leipzig ausgelassen mit den mitgereisten Fans den Abschluss einer Bundesligasaison ohne Niederlage feiern.

Grund zum Jubeln hatten an diesem Samstag nur die Gäste aus Thüringen

Grund zum Jubeln hatten an diesem Samstag nur die Gäste aus Thüringen, wie hier Nadja Nadgornaja (links) und Alexandrina Barbosa

Für den HC Leipzig und seinen neuen Trainer Norman Rentsch gilt es nun, mit dem Pokalsieg im Rücken und der wahrscheinlichen EHF Champions League-Teilnahme vor Augen den Neuaufbau im Team zu beginnen, das in der nächsten Saison mit vielen jungen Spielerinnen auflaufen wird. Nicht mehr dabei sind dann neben Susann Müller auch Melanie Herrmann, die nach Göppingen wechselt, Jule Plöger, die künftig in Berlin das Tor hüten wird, sowie Debbie Bont, die in Dalfsen (Niederlande) spielen wird.

HCL THC Leipzig

Ratlose Blicke bei HCL-Trainer Max Berthold (oben), Jubel beim Gegenüber Herbert Müller (unten)

HCL THC Leipzig

Spielstationen: 5:7 (10.)/ 12:15 (20.)/ 17:21 (HZ)/ 22:26 (40.)/ 28:32 (50.)/ 31:39

HC Leipzig: Herrmann, Plöger; Visser 4 Tore/ davon 1 Siebenmeter, Mazzucco 4, A. Müller 3, Bont, Schulze 2/1, Kudlacz 6/3, Hubinger 2, Lang 9, S. Müller 1
Thüringer HC: Krause, Eckerle, März; Nadgornaja 6, Frey 2, Smeets 2, Snelder 5, Luzumova 7/3, Engel 6, Althaus, Blase, Mietzner, Huber 3, Barbosa 8

(ine)

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