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Ton der Vuvuzela nervt Fußballbegeisterte - Viele schalten Ton ab oder wechseln das Programm

am . Veröffentlicht in Fußball

Ton der Vuvuzela nervt Fußballbegeisterte - Viele schalten Ton ab oder wechseln das ProgrammLeipzig. Im Vorfeld der Weltmeisterschaft wurde die Tröte der Südafrikaner etwas belächelt und wenn man mal jemanden gehört hat, der sich auf der Vuvuzela versucht hat, wurde dies belächelt. Das ist mittlerweile vorbei, denn das Ding nervt die meisten Zuschauer nur noch.




 

 

 

Weltweit sorgt die Vuvuzela so langsam für Unmut, denn der Dauersummton übertont alle Fangesänge in den Stadien und hört sich für die meisten Zuschauer vor den Bildschirmen schrecklich an. Von den gesundheitlichen Aspekten in den Stadien will man gar nicht erst reden. Die Vuvuzela bringt einen Lautstärkepegel von bis zu 130 dB, nur ein Düsentriebwerk in 25 Meter Entfernung oder eine große Explosion sind noch lauter. Aus Arbeitsschutzsicht dürfte man sich daher in einem WM-Stadion nur noch mit sehr starkem Lärmschutz aufhalten. Ohrstöpsel oder so genannte “Mikimäuse“ wären nach den Richtlinien in Deutschland nicht einmal ausreichend.
Glücklicherweise hat der Fernsehzuschauer die Möglichkeit den Ton abzuschalten oder es wird einfach zu einem Sender gewechselt, auf dem  kein WM-Vuvuzela-Fußball läuft. Dies dürfte den Fernsehsendern wohl auch die Quoten etwas kürzen, zumindest bei den Spielen ohne deutsche Beteiligung. Die Beschwerdeflut bei den übertragenden Sendern ARD und ZDF hat auch bereits eingesetzt, doch verantwortlich für die Übertragung der Spiele ist die Produktionsfirma HBS, an die auch schon die Proteste anderer europäischer TV-Sender weitergeleitet wurden. HBS produziert im Auftrag der FIFA die WM-Übertragungen aus Südafrika. Wie es hieß, stehe es den deutschen Fernsehsendern nicht zu, ein Verbot der lauten Tröten vom Fußball Weltverband und den WM-Gastgebern zu fordern. Auch eine Filterung des Vuvuzela-Geräuschpegels sei technisch problematisch ohne das Gesamttonsignal zu beeinflussen.  Allerdings hört man sowieso keine Fangesänge oder andere Geräusche. Einzig das separat eingespeiste Signal der Komentatoren hebt sich von dem monotonen Summen der Tröten ab.
Mittlerweile haben die deutschen TV-Sender ihre alte Technik aus den Kellern geholt und ihre WM-Reporter mit den älteren Lippenmikrofonen ausgestattet, da diese weniger Umgebungsgeräusche aufnehmen sollen.
Das Organisationskomitee (OK) der Weltmeisterschaften hat mittlerweile ein Verbot der Vuvuzelas in den Stadien nicht mehr völlig ausgeschlossen. Aber dafür müssten die langenTröten schon auf dem Rasen landen.

(msc)

 

 

Vergleichstabelle Lärmpegel

  • 30 dB: Flüstern
  • 35 dB: Blätterrascheln
  • 40 dB: Wohnraum bei geschlossenem Fenster
  • 45 dB: Wohngebiet ohne Straßenverkehr
  • 60 dB: Normale Unterhaltung
  • 85 dB: Straßenverkehr
  • 100 dB: Presslufthammer
  • 125 dB: startender Düsenjet
  • 130 dB: Vuvuzela

  • 140 dB: Düsentriebwerk in 25 Metern Entfernung




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