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Dresdner Stadtrat entscheidet zugunsten der Eislöwen

am . Veröffentlicht in Eishockey

Dresdner Stadtrat entscheidet zugunsten der EislöwenDresden. In dieser Woche hatte der Dresdner Stadtrat indirekt über die Zukunft der Dresdner Eislöwen zu entscheiden und nun ist der Weg für eine solide Weiterführung des Dresdner Eishockey-Zweitligisten frei.

 

 

 

 

Über Wochen mussten die Fans des Dresdner Eishockeys um ihren Verein bangen. Zwar hatten die Eislöwen nach dem Wechsel des Geschäftsführers Mitte vergangenen Jahres, eine aus finanzieller Sicht besten Saisons hinter sich gebracht, doch nach jahrelanger Misswirtschaft holte die Betreibergesellschaft der Eislöwen die Vergangenheit ein.
Zu Beginn seiner Tätigkeit beim Eishockey-Bundesligisten fand Eislöwen-Geschäftsführer Matthias Broda nicht gerade die besten Bedingungen für eine ausgeglichene Saison vor. Zudem war auch unklar, wie groß der Betrag auf der Soll-Seite der Betreibergesellschaft ist.
Nachdem sich Broda mit Hilfe eines Wirtschaftsprüfers einen Überblick über die Lage der Betreibergesellschaft gemacht hatte, konnte dann ein Sanierungskonzept erstellt und mit dessen Umsetzung begonnen werden. Die größte Last waren bestehende Verträge, die die Betreibergesellschaft in der Saison 2009/2010 weiterhin erfüllen mussten und so kamen Verbindlichkeiten im mittleren sechsstelligen Eurobereich zusammen.
Als Broda bei den Dresdner Eislöwen anfing, erklärte er, dass die Eislöwen finanziell auf bessere Füße gestellt werden müssen und die Verbindlichkeiten abgetragen werden sollen. Den Anfang machte er vergangene Saison, die gemeinsam mit den Mitarbeitern, Sponsoren und  vielen Helfern als finanziell erfolgreichste Saison der vergangenen Jahre abgeschlossen werden konnte.
Diesen Umstand ist es auch zu verdanken, dass der Dresdner Stadtrat den Eislöwen und ihrem Geschäftsführer das nötige Vertrauen entgegen brachten, um den Weg für eine Sanierung des Eishockey-Bundesligisten frei zu machen.
Der Dresdner Stadtrat hatte in seiner Sitzung am Donnerstag dieser Woche über einen “qualifizierten Rangrücktritt“ der Landeshauptstadt zugunsten der Dresdner Eislöwen zu entscheiden. Insgesamt votierten 57 der 70 stimmberechtigten Stadträte für die Stundung der Mietschulden und den damit einhergehenden Rangrücktritt. Diese Entscheidung war nötig, um die bestehende Überschuldung der Betriebsgesellschaft ESCD Dresden mbH zu beseitigen und somit den Fortbestand des Bundesliga-Eishockeys in Dresden zu sichern.
Im Vorfeld der Abstimmung sprachen sich mehrere der Stadträte für die Unterstützung der Dresdner Eislöwen aus. Zudem wurde das vorgelegte Sanierungskonzept gelobt. Ein Punkt fand besonderen Anklang bei den Stadträten, dies sei die Bereitschaft für Einsparungen im sportlichen Bereich, die zwar ein schwerer aber notwendiger Schritt sei. Wie es hieß, war aber auch ein wichtiger und ausschlaggebender Punkt, die Arbeit der Geschäftsführung in den letzten Monaten, die auf breite Anerkennung im Stadtrat stieß.
Eislöwen Geschäftsführer Broda erklärte am Freitag, dass die Arbeit nun erst richtig losgeht. Durch die positive Entscheidung des Stadtrates ist nun zwar eine wichtige und große Hürde für die Dresdner Eislöwen geschafft. Der Weg zur Lizenzierung für die Saison 2010/11 in der 2. Bundesliga geht nun weiter. Er zeigte sich aber sehr zuversichtlich, durch den Anfang der vergangenen Saison eingeschlagenen Weg, gemeinsam mit den Fans und Unterstützern des Dresdner Eishockeys in das Eishockey in der Landeshauptstadt weiter auf Erfolgkurs zu halten. In der kommenden Woche steht dann die Lizenzierung an, bis dahin müssen die Eislöwen alle Auflagen erfüllt haben, um in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga antreten zu können.

(msc)

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