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Neuer Abrüstungsvertrag - Einigung der Atommächte USA und Russland

am . Veröffentlicht in International

Neuer Abrüstungsvertrag - Einigung der Atommächte USA und Russland Washington/Moskau. Nach Jahrelangen Verhandlungen haben sich die beiden Atommächte USA und Russland auf einen neuen Vertrag zur Atomwaffen-Abrüstung verständigt.

 

 

 

 

 

Bei seinem Amtsantritt hatte sich Barack Obama das Thema Atom-Abrüstung als eines seiner wichtigen Themen auf die Fahne geschrieben. Wie es hieß haben sich der Russische Präsident Dmitri Medwedew und US-Präsident Barack Obama nun auf einen neuen Vertrag zur Verringerung der Strategischen Nuklearwaffen geeinigt, der den im vergangenen Jahr ausgelaufenen Vertrag ersetzen soll und eine Laufzeit von zehn Jahre haben soll. Beide Länder wollen demnach ihr Atomwaffen-Arsenal im Bereich der Langstreckenwaffen um ein Drittel verringern. Die Zahl der Atomsprengköpfe soll dann “nur“ noch 1.550 pro Land betragen. Die Trägersysteme sollen auf jeweils 800 halbiert werden.
US-Präsident Barack Obama sieht in diesem Abkommen die umfassendste Übereinkunft dieser Art seit fast zwei Jahrzehnten. Der Vertrag soll zwischen den Beiden Nationen durch deren Präsidenten Dmitri Medwedew und Barack Obama am 8. April in Prag unterzeichnet werden.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach im Zusammenhang mit der Einigung der beiden Staaten von einen Meilenstein der internationalen Bemühungen zur Abrüstung auf dem Weg zu einer Atomwaffenfreien Welt.
Bundes außenminister Guido Westerwelle begrüßte die Einigung auf das START-Nachfolgeabkommen “Dies ist ein guter Tag für die Abrüstung. Ich begrüße die heutige Einigung zwischen den USA und Russland. Die Reduzierung strategischer Nuklearwaffen ist ein Meilenstein, um die nukleare Abrüstung insgesamt voran zu bringen. Ich erhoffe mir ein kraftvolles Signal nicht nur für die Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags Anfang Mai, sondern auch für internationale Abrüstungsbemühungen in anderen Bereichen.“, so Westerwelle am Freitag in diesem Zusammenhang.
Wie nun mit der umstrittenen geplanten US-Raketenabwehr in Europa umgegangen wird war zunächst noch unklar. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass auch hierbei eine beiderseitige Einigung erzielt wurde, denn dieses Thema war immer wieder einer der Hauptproblempunkte der bisherigen Verhandlungen.

(msc)



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