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Rechnungshof soll sich mit Kostenexplosion beim Bau des City-Tunnel Leipzig befassen

am . Veröffentlicht in Sachsen

Rechnungshof soll sich mit Kostenexplosion beim Bau des City-Tunnel Leipzig befassenDresden/Leipzig. Am Mittwoch war der Bau des Leipziger City-Tunnel Thema des Haushalts- und Finanzausschuss des sächsischen Landtag, da die Kosten für das Prestigeobjekt in schwindelerregende Höhen anstiegen sind. Nun soll sich der sächsische Landesrechnungshof mit der Kostenexplosion beim Bau des  Leipziger City-Tunnel befassen.

 

 

 

Ursprünglich waren rund 572 Millionen Euro für das Prestigeprojekt “U-Bahn“ für Leipzig veranschlagt worden. Nun sind die Kosten für den City-Tunnel auf inzwischen rund 900 Millionen Euro angestiegen, wobei von einigen Kritikern spekuliert wird, dass die Milliarde bestimmt noch geknackt wird. Der vier Kilometer lange Tunnel, der den Leipziger Hauptbahnhof und den Bayerischen Bahnhof verbinden soll, unterquert die Leipziger Innenstadt. Durch die Direktverbindung sollen die Fahrzeiten im Nahverkehr der Region verkürzt werden.
Abgesehen von der Kosten-Nutzen-Diskussion ist der Sinn des Mammutprojektes immer wieder kritisiert worden, zumal das überirdische Verkehrsnetz in Leipzig auch recht gut ausgebaut ist. Die Fahrt mit der Straßenbahn vom Hauptbahnhof zum Bayerischen Bahnhof nimmt nicht wesentlich mehr Zeit in Anspruch als die geplante Fahrt  durch die Röhre.

Rechnungshof soll sich mit Kostenexplosion beim Bau des City-Tunnel Leipzig befassen


Am Mittwoch wurde nun im sächsischen Haushalts- und Finanzausschuss Prüfauftrag zum City-Tunnel beschlossen.
"Die Aufklärungsarbeit des Rechnungshofes zum City-Tunnel kann beginnen. Ich begrüße, dass der Haushalts- und Finanzausschuss meinem Vorschlag gefolgt ist und beschlossen hat, den Sächsischen Rechnungshof um eine Überprüfung des Projektes City-Tunnel zu ersuchen.  Ich habe bereits mit dem Rechnungshof-Präsidenten Franz Josef Heigl Kontakt aufgenommen und ihm volle Unterstützung seitens des Ministeriums zugesichert. Alle unsere Türen stehen den Prüfern offen. Aufklärung und Transparenz sind für mich oberstes Gebot. Ich will den Bürgern erklären können, woran es liegt, dass die Kosten bei dem Projekt immer wieder gestiegen sind und Bauzeiten sich verzögern. Das sind wir dem Steuerzahler schuldig. Und was liegt da näher als eine unabhängige Prüfinstanz wie den Rechnungshof um Hilfe zu bitten. Ursachen und Verantwortlichkeiten müssen erforscht und aufgeklärt werden.“, erklärte der sächsische Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) am Mittwoch in diesem Zusammenhang.

(msc)

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