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Weniger Verkehrstote auf Sachsens Straßen

am . Veröffentlicht in Sachsen

Weniger Verkehrstote auf Sachsens StraßenDresden. Auf Sachsens Straßen starben 2010 wieder weniger Menschen als im Jahr zuvor, auch die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Menschen ging 2010 zurück. So lautete die positive Bilanz von Sachsens Innenminister Markus Ulbig zum Verkehrsunfallgeschehen 2010.

 

 

 

 

Zieht man einen langfristigen Vergleich, so zeigt sich die Entwicklung besonders deutlich: Seit dem Jahr 2001 sank die Zahl der Verkehrstoten in Sachsen um mehr als die Hälfte. “Die aktuelle Verkehrsunfallentwicklung zeigt, dass wir gemeinsam auf dem richtigen Weg sind, die Zahl der Verletzten und Toten auf sächsischen Straßen immer mehr zu verringern“, konstatierte der Innenminister. “Mit ’gemeinsam’ meine ich Polizei, Verkehrsteilnehmer, Straßenbauer, aber auch Autoindustrie und die zahlreichen freien Träger der Verkehrssicherheitsarbeit im Freistaat Sachsen. Zielgerichtete Verkehrsüberwachung, vernünftige und angepasste Fahrweise, bauliche Maßnahmen an Unfallschwerpunkten sowie Entwicklung moderner und sichererer Kraftfahrzeuge sind neben zahlreichen Präventionsmaßnahmen der Erfolg der vergangenen Jahrzehnte beim Rückgang der schweren Verkehrsunfälle.
Die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt stieg 2010 gegenüber dem Vorjahr leicht um 5 Prozent an. Dagegen sank die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 9,1 Prozent auf 12.955 Unfälle. Das bedeutet allerdings immer noch, dass sich im Durchschnitt in Sachsen alle 4,3 Minuten ein Verkehrsunfall, alle 41 Minuten ein Verkehrsunfall mit Personenschaden ereignet.
Während die meisten Verkehrsunfälle insgesamt im Dezember passierten (15.464) ereigneten sich die meisten Unfälle mit Personenschaden im Sommer. Im Juni starben bei Unfällen 22 Personen, 403 wurden schwer, 1.322 leicht verletzt.
Die Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden waren im Jahr 2010 “nicht angepasste Geschwindigkeit“, “Nichtbeachten der Vorfahrt/ des Vorranges“, “Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren“ sowie die “Nichteineinhaltung des Sicherheitsabstandes“. Als besonders besorgniserregend wurde der Umstand eingeschätzt, dass der Anteil der Unfälle wegen nicht angepasster Geschwindigkeit bei 21 Prozent liegt, fast jeder zweite Getötete Opfer eines Verkehrsunfalls mit der Hauptunfallursache “Geschwindigkeit“ wurde.
Erfreulich zeigte sich auch die Entwicklung bei den im Verkehr verletzten Kindern, die um 2,8 weiter leicht zurück ging. Im Vergleich zum Jahr 1995 ist hier ein Rückgang von 61,8 Prozent zu verzeichnen. Allerdings verunglückten auch 2010 wieder drei Kinder bei Verkehrsunfällen tödlich, eines als Fußgänger, die beiden anderen als Radfahrer.
“Der Senkung der Verkehrsunfälle, bei denen Menschen zu Schaden kommen, gilt unser besonderes Augenmerk“, blickte Ulbig auf die kommenden Aufgaben bei der Verkehrsüberwachung voraus. “Dazu wird die Polizei weiter konsequent gegen Raser und Drängler vorgehen. Denn: Unangepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor die Nr. 1 unter den Hauptunfallursachen.  Verstärkt werden wir dabei auf Anhaltekontrollen setzen. Dadurch erhoffen wir uns einen nachhaltigen verkehrserzieherische Einfluss auf die Kraftfahrer.“

(ine)


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