Covid-19 - Freistaat Sachsen verschärft Regeln für Corona-Hotspots

Covid-19 - Freistaat Sachsen verschärft Regeln für Corona-HotspotsLeipzig. Nach den Gesprächen zwischen den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Kanzlerin Angela Merkel am vergangenen Mittwoch hat der Freistaat Sachsen in seiner neuen Corona-Schutzverordnung insbesondere die Regelungen für Hotspots verschärft. Aber auch im täglichen Leben werden die Einschränkungen verstärkt.

 

 

 

Am 1. Dezember 2020 tritt auch in Sachsen eine neue Corona-Schutzverordnung in Kraft. Darin werden die bisherigen Maßnahmen bis nach Weihnachten verlängert und zum Teil verschärft. So dürfen sich künftig nur noch maximal fünf Personen aus zwei Hausständen treffen. Anlässlich des Weihnachtsfestes sind ab dem 23. Dezember dann Treffen mit insgesamt zehn Personen aus dem Familien- und Freundeskreis zulässig. Kinder bis 14 Jahre werden allerdings jeweils nicht mitgerechnet.
Auch die Maskenpflicht wurde noch einmal ausgeweitet sowie die maximale Anzahl von Kunden in großen Geschäften eingeschränkt: Hier darf künftig ab einer Ladenfläche von mehr als 800 Quadratmetern nur noch ein Kunde auf 20 Quadratmeter Fläche eingelassen werden, unter 800 Quadratmetern Ladenfläche gilt weiter, dass pro Kunde 10 Quadratmeter zur Verfügung stehen müssen.

Für besonders stark betroffene Gebiete wurden besondere Regelungen erlassen:

Es wird die Verpflichtung der Landkreise und Kreisfreien Städte geregelt, ab fünf Tagen andauernder Überschreitung des Inzidenzwertes von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen weitere Maßnahmen anzuordnen. Dazu gehören insbesondere:
• ein umfassendes oder auf bestimmte Zeiten und Orte beschränktes Verbot der Alkoholabgabe oder des Alkoholkonsums
• die Schließung von Einrichtungen der Erwachsenenbildung
• die weitere Beschränkung der Teilnehmerzahl von Versammlungen, wenn dies aus infektionsschutzrechtlichen Gründen geboten ist

Ab fünf Tagen andauernder Überschreitung des Inzidenzwertes von 200 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sind durch die Landkreise oder die Kreisfreien Städte zeitlich befristete Ausgangsbeschränkungen anzuordnen. Das Verlassen der häuslichen Unterkunft ohne triftigen Grund ist untersagt. Zu den triftigen Gründen gehören:

• Weg zur Schule, Arbeit, Kita, Arzt
• Einkaufen (innerhalb des eigenen Landkreises bzw. Kreisfreien Stadt sowie des Nachbarlandkreises bzw. benachbarten Kreisfreien Stadt), Inanspruchnahme sonstiger Dienstleistungen
• Besuche, soweit durch Kontaktbeschränkungen erlaubt
• Unterstützung Hilfsbedürftiger
• Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis
• Sport und Bewegung im Freien im Umkreis von 15 Kilometern des Wohnbereichs sowie Besuch des eigenen oder gepachteten Kleingartens oder Grundstücken unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen

Versammlungen in Landkreisen oder in Kreisfreien Städten, in denen der Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen fünf Tage lang überschritten wird, sind auf maximal 200 Teilnehmer zu beschränken.
Ein auf bestimmte Zeiten und Orte beschränktes Verbot der Alkoholabgabe oder des Alkoholkonsums ist anzuordnen.

Die Coronaschutzverordnung ist im Wortlaut auf der Homepage www.coronavirus.sachsen.de veröffentlicht.

(ine)

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