Anlauf- und Beratungsstelle für DDR-Heimkinder aus Sachsen in Leipzig eingerichtet

Anlauf- und Beratungsstelle für DDR-Heimkinder aus Sachsen in Leipzig eingerichtetLeipzig. Am Montag hat die sächsische Anlauf- und Beratungsstelle für Betroffene, denen in der DDR-Heimerziehung Unrecht widerfahren ist, ihre Arbeit in der Leipziger Funkenburgstraße aufgenommen.

 

 

 

“Auf diesen Tag haben viele Betroffene schon lange gewartet. Ich habe zahlreiche Gespräche mit ehemaligen Heimkindern geführt und weiß, wie wichtig ihnen die gesellschaftliche Anerkennung ihres Leids ist. Wir sind es diesen Menschen schuldig, ihnen die Hilfe bei der persönlichen Aufarbeitung zu Teil werden zu lassen, die ihnen lange verwehrt blieb.“, erklärte Sachsens Sozialministerin Christine Clauß. Wie es von Seiten des Ministeriums hieß hatten sich seit Anfang Januar 2012 bereits rund 200 Betroffene im Sozialministerium gemeldet, die eine solche Unterstützung in Anspruch nehmen wollen.
Die Anlauf- und Beratungsstelle ist in der Trägerschaft des Kommunalen Sozialverbandes Sachsen (KSV) vom Freistaat Sachsen eingerichtet worden, dazu wurden separate Räume außerhalb des KSV-Verwaltungsgebäudes in Leipzig angemietet, zudem wurden für die Beratungsstelle qualifizierte Fachkräfte eingestellt.

In der Anlauf- und Beratungsstelle können sich ehemalige DDR-Heimkinder, die heute noch an Folgeschäden leiden, beraten lassen und die entsprechenden Leistungen aus dem “Fonds Heimerziehung in der DDR“ beanspruchen. Nach Auskunft des sächsischen Sozialministeriums soll im Gespräch mit den Betroffenen der konkrete Hilfebedarf ermittelt werden. Dabei soll es ziel sein,  die Betroffenen bei der Aufarbeitung der persönlichen Lebensgeschichte zu unterstützen. Die Mitarbeiter der Beratungsstelle sollen den Hilfesuchenden auch bei der Aktenrecherche behilflich sein. Die Arbeit der Anlauf- und Beratungsstelle in Leipzig ist vorerst bis Mitte 2016 geplant.
Zu finden ist die Anlauf- und Beratungsstelle Funkenburgstraße 2 in 04105 Leipzig (Tel. 0341/1266-240).

(msc)


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