Bewährungsstrafen für ehemalige Mitglieder der Neonazi-Gruppe `Sturm 34´

Bewährungsstrafen für ehemalige Mitglieder der Neonazi-Gruppe `Sturm 34´Dresden. Der jahrelange Prozess, in dessen Mittelpunkt die verbotene Neonazi-Gruppe `Sturm 34´ stand, ist am Montag am Landgericht Dresden mit Urteilen gegen die mutmaßlichen Rädelsführer zu Ende gegangen.

 

 

 

Die Richter Landgerichts Dresden verkündeten am Montag die Urteile gegen die Angeklagten im Alter von 23 bis 44 Jahren. Die Männer standen wegen schwerer Körperverletzung, der Bildung einer kriminellen Vereinigung und Sachbeschädigung vor Gericht.
Vier der Beschuldigten wurden zu Bewährungsstrafen von sechs Monaten bis zwei Jahren verurteilt. Den fünften Mitangeklagten verurteilte das Gericht zu einer Geldstrafe.
Das Dresdner Landgericht hatte bereits im Jahr 2008 Urteile gegen die fünf Männer gesprochen. Damals waren die mutmaßlichen Führungskräfte der Neonazi-Gruppe `Sturm 34´ wegen Körperverletzung zu Strafen von bis zu dreieinhalb Jahren verurteilt worden.
Trotzdem die rechtsradikale Vereinigung bereits im Jahr 2007 durch das sächsische Innenministerium verboten worden war, sahen die Richter damals keine Bildung einer kriminellen Vereinigung. Diese Entscheidungen wurden in einem Revisionsverfahren auf Antrag der Staatsanwaltschaft vom Bundesgerichtshof revidiert und an das Landgericht Dresden zurückverwiesen.  
Die nun geringer beantragten Strafen begründete die Dresdner Staatsanwaltschaft mit der  Änderung des Lebenswandels der Angeklagten, zudem hätten sich die Männer einsichtig gezeigt und die begangenen Taten schlussendlich bedauert.

(msc)


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