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Polizei ermittelt wegen rechtsextremen Übergriff

am . Veröffentlicht in Polizei Meldungen

Mittweida. dem eine 17-Jähriges Jugendliche, einem sechsjährigem Spätaussiedler-Mädchen helfen wollte, wurde sie zum Opfer rechter Gewalt. Drei glatzköpfige junge Männer mit Springerstiefeln und Bomberjacken schnappten sich die Helferin und ein vierter Täter gleicher Gesinnung, ritzte ihr ein Hakenkreuz in die Haut.

Die Tat fand mitten im sächsischen Mittweida statt, wo mehrere Menschen die Attacke beobachteten, doch keiner griff ein.
Einer der mutmaßlichen Täter ist mittlerweile identifiziert, aber ein Haftbefehl wurde nicht erlassen. Bei diesem Übergriff kann keiner behaupten, “…bei uns gibt es keine rechtsextremen Tendenzen…“, wie schon in ähnlichen Fällen vorher.
Das junge Mädchen forderte die augenscheinlich Rechtsextremen auf, nur das Kind in Ruhe zu lassen, soviel hätte man wenigstens von anderen Passanten erwarten können. Aber selbst als sie sich zappelnd in Fängen der Männer befand, half ihr niemand. Glücklicherweise scheiterten die Männer bei dem Versuch, ihr auch noch eine Rune in die Wange zu ritzen. Die sechsjährige konnte entkommen.
Von umliegenden Balkonen schauten viele zu, jedoch griff keiner ein oder alarmierte die Polizei.

Der Vorfall ereignete sich bereits am 03.11. wurde aber erst am 12.11.2007 bei der Polizei gemeldet. Laut Polizei haben Rechtsmediziner ausgeschlossen, dass sich die Mädchen die Verletzung selbst zugefügt hat. Das kleine Mädchen wurde von Beamten des Staatsschutzes ausfindig gemacht und bestätigte die Angaben ihrer Helferin.
Ein Täter wurde im Zuge der Ermittlungen bei einer Gegenüberstellung identifiziert, jedoch lehnt der zuständige Richter den durch die Staatsanwaltschaft Chemnitz beantragten Haftbefehl ab. Die Begründung des Richters: Der Tatverdacht sei nicht bewiesen.

Die Ermittlungen der Polizei gehen weiter, diese benötigt aber die Mithilfe der Bürger. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Zuschauer des Vorfalls wenigstens so viel Courage zeigen und der Polizei als Zeuge zur Verfügung stehen.

Hinweise in dieser Sache, die auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden, nehmen die Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge unter Tel. 0371 387-2319 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

(msc)

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