facebook Twitter Youtube RSS

Telekom-Tarifverhandlungen - ver.di setzt Warnstreiks in Chemnitz, Leipzig und Halle fort

am . Veröffentlicht in Mitteldeutschland

Telekom-Tarifverhandlungen - ver.di setzt Warnstreiks in Chemnitz, Leipzig und Halle fortLeipzig. Wie von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mitgeteilt wurde, wurde für Montag zu Warnstreiks bei der Deutschen Telekom aufgerufen.



Bereits am Donnerstag und Freitag sind im Rahmen des Tarifstreites bei der Deutschen Telekom mehrere Hundert Kundenbetreuer und Techniker des Konzerns in Mitteldeutschland in den Warnstreik getreten. Nun setzt die Gewerkschaft ver.di auch in dieser Woche die Warnstreiks fort. Am heutigen Montag (16.02.2009) sind nun die Beschäftigten der Standorte Chemnitz, Leipzig und Zwickau zu mehrstündigen Arbeitsniederlegungen von der Gewerkschaft aufgerufen.
 
“Die hohe Beteiligung an den Warnstreiks ist ein deutlicher Ausdruck dafür, dass die Geduld der Leute eindeutig am Ende ist.“, so das bisherige Fazit des ver.di-Fachbereichsleiters Achim Fischer. Wie von ver.di weiter zu erfahren war, müssen sich die Arbeitgeber darauf einstellen, dass die Warnstreiks vor der nächsten Verhandlungsrunde am 26./27. Februar weitergeführt werden. Die Gewerkschaft denkt nach eigenen Angaben auch über deutliche Ausweitungen nach. “Wir werden erst aufhören, wenn ein Angebot auf dem Tisch liegt, das diesen Namen auch verdient!“, so ein Gewerkschaftssprecher.
Als Grund für die Streiks gibt die Dienstleistungsgewerkschaft die festgefahrenen Tarifverhandlungen mit der Telekom an. Diese waren in der dritten Runde am 11. Februar ergebnislos verliefen.
Gewerkschaftsangaben zu Folge seien in allen T-Servicegesellschaften seit deren Gründung ein deutlich über Plan liegendes Ergebnis durch die Beschäftigten erarbeitet worden. Im Gegensatz zu den Dividenden, die im Jahr 2007 um 16 Prozent und 2008 noch mal um über 8 Prozent stiegen, sind die Löhne im gleichen Zeitraum gleich geblieben.
“Statt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach massiven Reallohnverlusten in den letzten Jahren nun endlich etwas in den Geldbeutel zu tun, wird ihnen eine Mogelpackung verkauft.“, so Achim Fischer weiter. Er rechnete vor, dass durch den gleichzeitigen Wegfall einer Zulage die angebotene Gehaltsaufbesserung auf jährlich unter einem Prozent zusammengeschrumpft sei.
Die Gewerkschaft fordert für die betroffenen Mitarbeiter eine Gehaltserhöhung von 8,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Gehälter in den unteren Einkommensgruppen sollen dabei um monatlich mindestens 220 Euro, so dass diese Gehaltsgruppen im Rahmen der Tarifverhandlungen stärker angehoben werden.

(msc)

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen