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Markkleeberg wehrt sich gegen Brückenneubau über agra-Gelände

am . Veröffentlicht in Leipziger Umland

Markkleeberg wehrt sich gegen Brückenneubau über agra-GeländeMarkkleeberg. Die Stadt Markkleeberg will sich gegen den vom Freistaat Sachsen geplanten Ersatzneubau für die Schnellstraßenbrücke über das agra-Gelände zur Wehr setzen. Unterstützung dafür bekommt Markkleeberg von den im Grünen Ring Leipzig zusammengeschlossenen Gemeinden.

 

 

 

 

 

Dass die Brücke der Bundesstraße B 2 über der agra marode ist und über eine Alternative nachgedacht werden muss dürfte keiner bezweifeln, der das Bauwerk für einige Sekunden in Augenschein nimmt. Und so kam das Straßenbauamt auf den Gedanken, die alte Brücke durch eine neue zu ersetzen. Doch der Gedanke hat einen Fehler. Das neue Bauwerk müsste, um den modernen Anforderungen zu entsprechen, um etwa acht Meter breiter werden als bisher, in dieser Rechnung wäre noch kein Lärmschutz enthalten.

Markkleeberg wehrt sich gegen Brückenneubau über agra-Gelände

 

Gegen eine weitere “Überdachung“ des agra-Parks verwehrt sich aber die Stadt Markkleeberg und hat deshalb als Alternative einen gedeckelten Einschnitt in das Gelände vorgeschlagen. Damit würde der Straßenverkehr auf einer Strecke von etwa 400 Metern unterirdisch verlaufen, der Park wäre in seiner Gesamtheit wieder hergestellt. Eine von Markkleeberg vorgelegte Machbarkeitsstudie zeigt, dass diese Variante auch nicht wesentlich teurer wäre als eine neue Brücke.

Markkleeberg wehrt sich gegen Brückenneubau über agra-Gelände

 

Markkleebergs Bürgermeister Klose verweist im Zusammenhang mit der Bebauung im agra-Park zudem darauf hin, dass der Park zum einen unter Denkmalschutz steht, zum anderen teilweise auch Landschaftsschutzgebiete betroffen seien. Auch der Grüne Ring unterstützt die Markkleeberger Variante. Als Vertreter des Grünen Rings betonte Leipzigs Bürgermeister Rosenthal, dass so der Park in seinen Urzustand zurück geführt werden könne. Im Sinne des Schlüsselprojekts agra und der Anbindung der Gewässer in und um Leipzig sei ein gedeckelter Einschnitt gegenüber einer neuen Brücke zu bevorzugen. Er appellierte an die Verantwortlichen im Freistaat, sich für andere als die eigenen Ideen zu öffnen und das Gespräch mit den anliegenden Gemeinden Markkleeberg und Leipzig zu suchen.

(ine)

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