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LKA Sachsen-Anhalt beendet Veranstaltung der Firma PPV

am . Veröffentlicht in Leipziger Umland

LKA Sachsen-Anhalt beendet Veranstaltung der Firma PPV Bennewitz/Halle. Am Samstagnachmittag durchsuchten, mehr als 50 Polizeibeamte die Tagungsräume eines Hotels in Bennewitz. Grund für den Polizeieinsatz war eine Veranstaltung der Firma PPV Produkt-Promotion-Vertrieb, die in den Räumlichkeiten des Hotels stattfand.


Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt ermittelt schon seit längerer Zeit gegen die Firma PPV wegen des Verdachtes der “Progressiven Kundenwerbung“, die im allgemeinen als “Schneeballsystem“ bekannt ist.
Schon des Öfteren berichteten die Medien über die Methoden von dubiosen Abzocker-Firmen, dabei tauchte auch immer wieder der Name PPV auf.
Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, konnten im Rahmen der gestrigen Aktion diverse Beweismittel, wie z. B. Firmenunterlagen der PPV, Computer, Datenträger etc. sowie Bargeld in beträchtlicher Höhe beschlagnahmt werden.
Hintergrund dieser Durchsuchungsaktion ist ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Halle (Saale) wegen des Verdachts der „Progressiven Kundenwerbung“ gem. § 16 II UWG - dem „Gesetz über den Unlauteren Wettbewerb“ - oder besser bekannt als „Betreiben eines Schneeballsystems“, gab die Behörde bekannt.
Die Geschichten der Betroffenen ähneln sich. In der Regel bei diesen Schneeballsystemen “Mitarbeiter“ über Annoncen in lokalen und regionalen Anzeigenblättern Interessenten für Fahrtätigkeiten an Wochenenden gesucht. Die Interessenten werden dann zu sehr professionell vorbereiteten und durchgeführten Präsentationsveranstaltungen “eingeladen“, um sie dort als “Mitarbeiter“ zu werben und diesen dann mit angeblichen Schulungsgebühren das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, besteht nach bisherigen Ermittlungsstand der Verdacht, dass sich das Hauptgeschäftsfeld dieser Unternehmen (PPV und IPE) im Wesentlichen darauf beschränkt, immer wieder neue Mitarbeiter zu gewinnen und die damit verbundene Zahlung von 4.150 € für das “persönlichkeitsfördernde Seminar“ zu erreichen. Die in den Präsentationsveranstaltungen dargestellten Produkte werden in der Realität nicht wirklich vertrieben oder stellen einen geringen Anteil der Geschäftstätigkeit des Unternehmens dar. Die Ermittlungen gegen die Firma PPV dauern weiter an.
In diesem Zusammenhang warnen Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt vor den dubiosen Geschäftspraktiken solcher oder ähnlicher Firmen.

(ssc)

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