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Günthersdorfer Missbrauchsfall: Landratsamt stellt sich hinter Jugendamt

am . Veröffentlicht in Leipziger Umland

Merseburg. Im Fall des sexuell missbrauchten Jungen aus Günthersdorf in Sachsen-Anhalt hat das zuständige Landratsamt das Jugendamt in Schutz genommen. Damit reagierte es auf die schwerwiegenden Vorwürfe einer ehemaligen Lehrerin des Opfers.

Ihren Angaben zufolge habe sie das Jugendamt darüber informiert, dass mit dem Jungen etwas nicht stimmt. Das Jugendamt habe den Vorwurf geprüft, so Landrat Frank Bannert. Auch den gemeldeten Fehltagen wurde nachgegangen. Es habe danach keine Hinweise auf eine sexuelle Straftat gegeben. Auch den Vorwurf, dass dem  Jugendamt schon frühzeitig der Verdacht des Kindesmissbrauchs vorlag, wies der Landrat zurück. Das Jugendamt sei erst seit zwei Tagen über den Fall informiert. Bei den vom Jugendamt überprüften Fällen sei es ausschließlich um die Fehltage des Jungen gegangen.

Der 37-jährige Vater des Jungen aus Günthersdorf war in der letzten Woche nach weltweiten Ermittlungen in Leipzig festgenommen worden. Die kanadische Polizei hatte die deutschen Ermittlungsbehörden auf den Fall hingewiesen, nachdem Fotos des Jungen im Internet aufgetaucht waren. Diese waren dann Lehrern in Sachsen-Anhalt vorgelegt worden. Auf den Bildern erkannte dann eine Lehrerin ihren ehemaligen Schüler und dessen Vater. Der Mann hat seine Tat inzwischen gestanden.

(mkr)

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