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Italienischer Müll sorgt in Sachsen für Stunk

am . Veröffentlicht in Leipziger Umland

Dresden. Die Diskussion um die Entsorgung italienischen Haushaltsmülles in der Behandlungs- und Sortieranlage Cröbern bei Leipzig verstummt nicht. Im Gegenteil, die Schärfe der Debatte nimmt zu. Am Donnerstag warf die Deutsche Umwelthilfe (DUH) dem Freistaat vor, dass die Abfälle nicht kontrolliert würden und forderte eine Überprüfung durch unabhängige Gutachter. Bis dies geschehen sei, sollten keine weiteren Abfälle nach Cröbern verbracht werden.

Diese Forderung verpuffte. Nach Informationen von Radio Leipzig  ist auf der Deponie wieder Müll aus Italien angekommen. Nach einer Pause im März wurden jetzt 650 Tonnen Abfall aus Neapel angeliefert, meldete der Radiosender unter Berufung auf den zuständige Zweckverband. Weitere Mülltransporte würden in den nächsten Wochen folgen. Allerdings seien die Mengen deutlich geringer als bei den ersten Lieferungen zu Jahresbeginn. Damals hatte es große Proteste vor allem von Umweltschützern gegeben.

Das zuständige Regierungspräsidium Dresden hatte am 20. März die Genehmigung erteilt, bis zum 20. Mai 2008 weitere 35.000 Tonnen aus der italienischen Notstandsregion Kampanien in Cröbern entsorgen zu können. Von den Italienern war sogar die Entsorgung von 100.000 Tonnen beantragt worden.

(msu)
 

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