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Razzien gegen Rechte Szene in 4 Bundesländern

am . Veröffentlicht in Deutschland

Razzien gegen Rechte Szene in 4 BundesländernKoblenz. Am Dienstag durchsuchten Beamte der Polizei die Wohnungen und Häuser von 33 Personen, die der rechten Szene zugerechnet werden. Die Razzien standen im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen das “Aktionsbüro Mittelrhein“.

 

 

 

Die Razzien begannen pünktlich um 06:00 Uhr am Dienstagmorgen. Zeitgleich wurden die Wohnungen und Häuser der Verdächtigen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Thüringen durchsucht. Vorausgegangen sind nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft längere Ermittlungen, die bereits im Jahr 2010 begannen.
Bei der Staatsanwaltschaft Koblenz läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Bildung bzw. Unterstützung der kriminellen Vereinigung “Aktionsbüro Mittelrhein“, gefährlicher Körperverletzung, schweren Landfriedensbruchs und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Das sogenannte Braune Haus in Bad Neuenahr-Ahrweiler, welches ebenfalls durchsucht wurde, gilt als Zentrum des “Aktionsbüro Mittelrhein“. Der zuständige Koblenzer Oberstaatsanwalt Hans Peter Gandner erklärte, dass das “Aktionsbüro Mittelrhein“ eine rechtsextremistische Vereinigung sei, die als verfassungsfeindlich einzustufen ist.
Unter den 28 Hauptbeschuldigten seien auch sechs weibliche Tatverdächtige. Bei drei weiteren Personen besteht nach Angaben der Ermittler der Verdacht der Unterstützung dieser kriminellen Vereinigung. Zwei weiteren Beschuldigten wird vorgeworfen, gemeinsam mit Angehörigen des “Aktionsbüros Mittelrhein“ einen schweren Landfriedensbruch begangen zu haben.

Bei den insgesamt 33 Verdächtigen handelt es sich um deutsche Staatsangehörige im Alter zwischen 17 und 54 Jahren aus folgenden Orten:

Rheinland-Pfalz

  • Bad Neuenahr-Ahrweiler
  • Grafschaft
  • Sinzig
  • Gönnersdorf
  • Schalkenbach
  • Rheinbreitbach
  • Remagen
  • Mülheim-Kärlich
  • Koblenz
  • Bendorf

 

Nordrhein-Westfalen

  • Düsseldorf
  • Bonn
  • Pullheim
  • Köln
  • Erftstadt
  • Schleiden
  • Freudenberg

 

Thüringen

  • Kahla

 

Im Rahmen der Ermittlungen, die unter Federführung der Staatsanwaltschaft Koblenz und unter Leitung der Kriminaldirektion Koblenz durchgeführt wurden, sind neben den Durchsuchungsbeschlüssen auch 24 Haftbefehle durchgesetzt worden. Unterstützt wurde die breit angelegte Aktion durch Beamte des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz sowie von Polizeidienstellen aus Rheinland-Pfalz, Nordrhein- Westfalen, Thüringen und Baden-Württemberg.
Das so genannten “Braunen Haus“ sei bei den Ermittlungen ein Schwerpunkt gewesen. Wie es hieß wurde bei den Durchsuchungen so viel Material sichergestellt, dass die Beamten zusätzliche Fahrzeuge für den Abtransport der Aservaten anfordern mussten.
Bei den Razzien seinen auch Häuser und Wohnungen von mehreren NPD-Mitgliedern durchsucht worden. Die Ermittlungen dauern noch an.

(msc)

 

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