Mexiko-Grippe - Robert-Koch-Institut warnt vor Panikmache

Mexiko-Grippe - Robert-Koch-Institut warnt vor PanikmacheBerlin. Am Donnerstagmittag hat der Präsident des Robert-Koch-Instituts Prof. Dr. Jörg Hacker vor einer Panikmache wegen der Schweinegrippe gewarnt, wobei er auch noch einmal darauf verwies, dass den Experten der Begriff “Schweinegrippe“ nicht gefalle.




Vor dem Hintergrund der Anhebung der Pandemie-Alarmstufe durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte der Präsident des Robert-Koch-Instituts, dass es nach seiner Ansicht bislang kein Risiko für die Allgemeinbevölkerung gebe.
In diesem Zusammenhang warnte Hacker vor Panikmache. “Im Moment sehen wir keinen Grund zum Aktionismus, keinen Grund zur Panik.“, so der Präsident des RKI in Berlin. Er erklärte, dass es im Bundesgebiet drei Grippe-Fälle mit dem neuen Virus aufgetreten sind, die Patienten aber gut auf die Behandlung anschlagen und bereits auf dem Wege der Genesung sind. Die Anzahl der Verdachtsfälle variieren ständig, da zwar neue Verdachtsfälle gemeldet wurden, diese sich aber in vielen Fällen nicht bestätigten. Im Moment wird zu den drei Erkrankten Personen in Deutschland noch von acht Verdachtsfällen gesprochen. Zwei der Verdachtsfälle konnten bereits ausgeräumt werden, unter denen auch der Fall eines Achtjährigen aus dem Leipziger Land.

Das Risiko einer Infektion für die Allgemeinbevölkerung ist nach Ansicht des Robert-Koch-Instituts eher gering. Nur für Personen die aus Mexiko kommen oder Kontakt zu Mexiko-Reisenden hatten sei ein erhöhtes Risiko vorhanden. Im Moment ist die Zahl der Infizierten Personen in Deutschland relativ klein, auch wenn man die Verdachtfälle mit einberechnet, man rechne aber noch mit geringfügig steigenden Zahlen.
Auf jeden Fall sollten sich Personen, die den Verdacht haben, sich mit dem neuen Grippe-Virus angesteckt zu haben beim Hausarzt vorstellen. Wichtig dabei ist eine vorherige Terminvereinbarung, um nicht beim Warten das gesamte Wartezimmer einem Infektionsrisiko auszusetzen.
Über die weitere Behandlung informiert dann der Hausarzt. Er dann Proben aus Nase und Rachen nehmen, um diesen im Labor untersuchen zu lassen. Der Schnelltest kann dann einen mit 70-prozentiger Sicherheit aussagen ob eine Infektion mit dem mexikanischen Erreger wahrscheinlich ist. Eine abschließende Bewertung der Proben wird aber immer vom Robert-Koch-Institut kommen.
Abgeraten wird in jedem Fall vor Selbstmedikation mit antiviralen Mitteln, da diese nur unter ärztlicher Verordnung eingenommen werden dürfen, um schwere Wechsel- oder Nebenwirkungen ausschließen zu können.

(msc)

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