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MIBRAG setzt Kirche in Heuersdorf um

am . Veröffentlicht in Leipziger Umland

Heuersdorf. Unter Heuersdorf lagern 52 Millionen Tonnen Braunkohle. Um an den Bodenschatz heranzukommen, muss der Ort weichen. 1995 unterschrieb das Unternehmen zusammen mit der Sächsischen Staatsregierung den Heuersdorf-Vertrag, der die Grundlage für eine Umsiedlung bildet.

In einer spektakulären Aktion soll die Kirche im Leipziger Land aus einem Braunkohlegebiet ab dem 23. Oktober 2007 nach Borna umgesetzt werden. Zum Reformationstag am 31. Oktober wird das  750 Jahre alte Gotteshaus auf dem Martin-Luther-Platz in Borna erwartet. Nach Angaben der MIBRAG müssen zahlreiche Straßen weiträumig gesperrt werden, außerdem wird in der Nacht vom 28. auf den 29. Oktober der Bahnverkehr umgeleitet. Der Sicherheitsabstand rings um den fast 1000 Tonnen schweren Transport beträgt 30 Meter.

Eine besondere logistische und technische Herausforderung stellen die Durchfahrten der beiden Flüsse Pleiße und Wyhra dar. Die Entscheidung, nicht über die Brücke zu fahren, musste aus bautechnischen Gründen kurzfristig getroffen werden. Für den tragfähigen Untergrund über die Pleiße und die Wyhra werden 54 500 Kubikmeter Erdreich bewegt. Das Wasser fließt während des Kirchen-Transportes durch zehn Rohre mit je einem Durchmesser von 80 Zentimetern. Außerdem verfüllt die GALA-MIBRAG-Service GmbH diverse Straßenunebenheiten mit etwa 5 000 Tonnen Sand-Schotter-Gemisch aus dem MIBRAG-Tagebau Vereinigtes Schleenhain. Weitere 5 000 Tonnen Schotter werden zum Präparieren der Bahnübergänge, Verbreitern der Fahrspuren sowie für Kranstandorte zum Heben von Leitungen und Masten bereit gestellt. Alle Maßnahmen müssen unmittelbar vor und nach dem Transport realisiert werden. 

Der Transport der Kirche ins 12 Kilometer entfernte Borna kostet etwa 3 Millionen Euro.

(mkr) 

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