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Sachsen legt Rohstoffkatalog vor

am . Veröffentlicht in Sachsen

Sachsen legt Rohstoffkatalog vorDresden. Auch wenn die Preise an den Weltmärkten derzeit in Folge der Finanzkrise kräftig gesunken sind, werden Rohstoffkosten die Richtung der Preise langfristig wieder kräftig ansteigen.




Der Grund dafür ist eine immer höhere Nachfrage in Schwellen- und Entwicklungsländern. Aber auch in den Industrienationen lässt der Hunger nach Rohstoffen nicht nach. So werden bisher zu teure Lagerstätten von  Erzen und andere Mineralvorkommen plötzlich für Investoren interessant. Das hat auch die sächsische Staatsregierung erkannt und legte nun ein mehrbändiges Handbuch mit 139 sächsischen Lagerstätten und Mineralvorkommen, ein Rohstoffkatalog mit je einem kurzen Steckbrief pro Lagerstätte und eine Broschüre vor

Sachsen legt Rohstoffkatalog vor

"Mit der weltweit steigenden Nachfrage nach Spaten und Erzen steigen auch die Preise", so Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk (SPD) in dieser Woche in Dresden. "Damit werden unsere Bodenschätze wie Wolfram, Kupfer, Zinn, Nickel oder Flussspat für nationale und internationale Unternehmen wirtschaftlich immer interessanter. Die nun vorliegende systematische Erfassung und Neubewertung der wichtigsten Rohstoffe und Lagerstätten ist eine wichtige Entscheidungshilfe für potenzielle Investoren."

Wichtigster sächsischer Bodenschatz ist dem Handbuch zufolge nach wie vor die Braunkohle. "Auch wenn der Anteil der erneuerbaren Energien steigt und der effizientere Einsatz von Energie unser großes Ziel ist, mittelfristig bleibt die heimische Braunkohle wichtigster sächsischer Energieträger", wertet Minister Jurk. Nach dem Bericht des Sächsischen Oberbergamtes und des Landesamtes für Umwelt und Geologie "Der Bergbau in Sachsen" bewegen sich die Förderzahlen nach der Modernisierung der sächsischen Tagebaue im Mitteldeutschen und Lausitzer Revier sowie dem Neubau der Kraftwerke Lippendorf und Boxberg auf konstant hohem Niveau. In den drei aktiven Tagebauen von Vattenfall (Nochten) und MIBRAG (Vereinigtes Schleenhain, Profen) in Sachsen wurden im Jahr 2007 mit etwa 1.600 Beschäftigten insgesamt 32,1 Mio. Tonnen Braunkohle gefördert. Mit der Inbetriebnahme des Tagebaus Reichwalde und eines weiteren Kraftwerkblocks in Boxberg wird in den kommenden Jahren die Förderleistung bis auf 40 Mio. Tonnen pro Jahr gesteigert werden.

(msu)

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