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Chancengleichheit bei Hochschulausbildung muss verbessert werden

am . Veröffentlicht in Bildung

Uni LeipzigDie neuste Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) beweist eindrucksvoll, wie das Elternhaus Einfluss auf die weitere Bildung der Kinder hat. So sind laut DSW nur 23 % der Kindern aus Familien ohne akademische Tradition an deutschen Hochschulen zu finden, jedoch 83% der Kinder aus Familien mit akademischer Vorgeschichte schlagen einen höheren Bildungsweg ein.



Eine Pressemitteilung StudentInnenRat der Universität Leipzig stellt sich klar hinter die Meinung des DSW. Im Land der Dichter und Denker den Zugang zu höheren Bildungswegen vom Geldbeutel der Eltern abhängig zu machen, sollte noch einmal überdacht werden. Es geht dabei nicht nur um die Diskussion über Studiengebühren, sondern um die Sicherung des Lebensunterhalts. Der Kopf sollte frei genug sein, um sich auf das Studieren konzentrieren zu können.
(msc)

 


Pressemitteilung den StudentInnenRat der Universität Leipzig:

Leipzig, 27.09.2007. Der StudentInnenRat der Universität Leipzig ist
erfreut über die Forderungen des Deutschen Studentenwerkes (DSW) zur
Öffnung der Hochschulen und eine Erhöhung des BAföG-Höchstsatzes sowie
der Freibeträge und erwartet die baldige Umsetzung der angekündigten
Neuerungen. "Mehr Studierende sollen mehr Chancen auf eine
Hochschulausbildung bekommen, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern",
sagt Gerald Eisenblätter, Sprecher des StudentInnenRates der Universität
Leipzig.

Um dieses Ziel zu erreichen, würde die Erhöhung des BAföG-Höchstsatzes
sowie der Freibeträge der erste Schritt in die richtige Richtung sein.
"Auch das Stipendiensystem muss flächendeckend ausgebaut werden",
fordert Eisenblätter. Derzeit erhalten nur etwa 2% aller Studierenden
ein Stipendium in Deutschland. Die 18. DSW-Sozialerhebung zeigt leider,
wie stark ein Studium von der Herkunft abhängig ist. "Mit lediglich 23%
ist der Anteil der Studierenden aus nicht-akademischen Familien
beschämend gering", sagt Eisenblätter. "Der Staat ist interessiert an
hoch qualifizierten Menschen, also ist er auch in der Pflicht, allen ein
Studium zu ermöglichen und sich der Finanzierung des Bildungswesens
endlich anzunehmen."

Studiengebühren, wie sie derzeit in einigen Bundesländern erhoben
werden, tragen ebenso dazu bei, dass sich viele junge Menschen von einem
Hochschulstudium abschrecken lassen. "Wenn Jugendliche ohnehin wenig
Geld zur Verfügung haben, sind 500 Euro im Semester eine nicht zu
unterschätzende Barriere, so dass viele kein Studium aufnehmen können",
sagt Eisenblätter. Daher fordert der StudentInnenRat, dass
Studiengebühren, die bereits eingeführt wurden, wieder abgeschafft
werden und in den bislang "gebührenfreien Ländern" gar nicht erst
eingeführt werden.


Fabian Keppler
 
www.stura.uni-leipzig.de.

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