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"Studienplätze sind Mangelware"

am . Veröffentlicht in Bildung

StudentInnenRat der Universität Leipzig fordert Studiengebührenfreiheit und BAföG-Erhöhungen
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Leipzig.  Auch wenn Sachsen sich auf einem Spitzenplatz sieht, reagierte der StudentInnenRat der Universität Leipzig alarmiert auf die vorgestern vorgelegte Bildungsstudie der OECD. Der StudentInnenRat sieht das Kernproblem der Studie in den zu wenigen Studienanfängern in der Bundesrepublik. Diese würden durch Studiengebühren, Aufnahmeprüfungen und mangelhafte Finanzierung der Universitäten abgeschreckt. 

Für  Abiturienten sei es schwierig, überhaupt einen Studienplatz im gewünschten Fach zu erhalten, erklärt Marcel Wodniock, Sprecher des StudentInnenRates. Grund dafür seien verworrene Aufnahmeprüfungen, Studiengebühren und eine steigende Anzahl an Zulassungsbeschränkungen.

Auch bemängelt Wodniock, dass sich Studierende an der Universität Leipzig nur für einen Studiengang bewerben können. "Es gibt Studienanwärter, die sich für mehrere Studiengänge interessieren und sich vor der Bewerbung schon auf einen bestimmten Studiengang festlegen müssen." Wenn ein Studienbewerber abgelehnt würde, könne er sich erst wieder im folgenden Bewerbungszeitraum um einen Studienplatz bemühen.
 
"Gerade Abiturienten aus sozial schwächeren Familien können sich den Umzug in eine andere Hochschulstadt nicht leisten. Vielmehr lassen sie sich durch diese Hürden von einem Hochschulstudium abschrecken und nehmen lieber einen Lehrberuf auf", ergänzt Wodniock.
Ferner schrecken auch Studiengebühren viele Interessierte ab.
 
Für Sachsen fordert der Studienrat, bei der Novellierung des Hochschulgesetzes auf Studiengebührenfreiheit, die Ausfinanzierung der Hochschulen und das Mitbestimmungsrecht aller Hochschulangehörigen zu setzen. 

"Wenn der Staat nach mehr Studierenden ruft, müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen", so Wodniock. "Dazu gehört die Studiengebührenfreiheit und die Erhöhung des BAföG-Regelsatzes sowie der Freibeträge!"
(msu) 

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