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Mittelschüler streben Ausbildung an

am . Veröffentlicht in Bildung

Erste "Leipziger Schulabsolventenstudie" vorgestellt.

schulbank.jpgLeipzig. Das Deutsche Jugendinstitut e.V. und die Stadt Leipzig präsentierten heute die ersten Ergebnisse der "Leipziger Schulabsolventenstudie". Für die Studie wurden rund 1200 Schülerinnen und Schüler an Haupt- und Realschulen befragt. Das durchschnittliche Alter liegt bei 16 Jahren. Ungefähr jeder zehnte Jugendliche besitzt einen Migrationshintergrund, wobei die größte Gruppe die Aussiedler sind.

Im Vergleich zu Realschülern sind die Eltern von Hauptschülern häufiger ohne Arbeit. Die befragten Hauptschüler können in geringerem Maße auf familiäre Unterstützung und Anregung zurückgreifen.

Das Deutsche Jugendinstitut e.V. führt im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der Stadt Leipzig die Studie durch. Die Längsschnittuntersuchung zeigt die Wege Leipziger Schülerinnen und Schüler durch das Bildungs-, Ausbildungs- und Erwerbssystem auf.

Einbezogen sind die Schülerinnen und Schüler aus den Abschlussjahrgängen der Leipziger Mittelschulen. Sie wurden im März / April 2007 ein erstes Mal befragt. Zentrale Themen sind die Pläne, Vorstellungen und Voraussetzungen, die die Jugendlichen für ihren weiteren Bildungs- und Ausbildungsweg haben, und wie sie sich darauf vorbereitet fühlen.


Die Ergebnisse der Basisuntersuchung aus dem Frühjahr liegen nun vor und geben Einblick in die aktuelle Situation der Mittelschülerinnen und Mittelschüler wenige Monate vor Beendigung der Schule.

"Die Leipziger Schulabsolventenstudie ist die erste Längsschnittuntersuchung, die in Sachsen zu diesem Thema durchgeführt wird. Wir bekommen damit einen fundierten Blick auf die Problemlagen der Jugendlichen beim Übergang zwischen Schule und Arbeitsmarkt. Sie soll uns auch Informationen über die Wirksamkeit von Bildungsgängen, Angeboten und Maßnahmen liefern," erläutert Bürgermeister Prof. Thomas Fabian.

Die zweite Befragung der Jugendlichen findet im Oktober dieses Jahres statt. Dann geht es um die Übergänge aus der Schule in Ausbildung und Beruf und welche Rolle dabei Förderangebote und Maßnahmen spielen.


Erste Ergebnisse

Pläne nach der Schule

Die befragten Schülerinnen und Schüler zeigen eine sehr hohe Ausbildungsorientierung. Zwei Drittel der Befragten wollen unmittelbar an die Schule eine Ausbildung anschließen. Zwischen den Leipziger Mädchen und Jungen gibt es keine Unterschiede. Die Mädchen setzen damit die Tradition der hohen Erwerbsbeteiligung durch die Frauen in den neuen Bundesländern fort.


Mobilitätsbereitschaft

Angestrebt wird eine „klassische“ Ausbildungs- und Erwerbsbiographie. Voraussetzung dafür ist die berufliche Ausbildung. Um diese zu erhalten, signalisiert ein großer Anteil der Befragten die Bereitschaft, dafür auch die Stadt, Region oder auch Deutschland zu verlassen. Hier unterscheiden sich auch die sonst weniger mobilen Jungen nicht von den Mädchen. Das bedeutet nicht, dass sich die Leipziger Schüler und Schülerinnen nicht in ihrer Stadt wohlfühlen. 56 Prozent fühlen sich in Leipzig sehr wohl, weitere 37 Prozent eher wohl.


Hilfe beim Übergang in die Ausbildung

Nicht nur dort, wo Eltern ihre Anregungs- und Vorbildfunktion für ihre Kinder nicht in vollem Umfang wahrnehmen (können), spielen die Schulen mit ihren spezifischen Förderprofilen eine wichtige Rolle. Neben den Eltern und dem familiären Umfeld, die die wichtigsten Ratgeber in beruflichen Zukunftsfragen sind, besitzen die Lehrer und auch die Sozialarbeiter eine wichtige Rolle. Daneben sind die Durchführung von Betriebspraktika, die Erstellung ansprechender Bewerbungsunterlagen und intensives Üben von Bewerbungssituationen Möglichkeiten der Schule, Jugendliche gut auf die Arbeitswelt vorzubereiten. Nach wie vor sind aber vor allem gute Bildungsabschlüsse der Schlüssel für einen erfolgreichen Übergang in eine Berufsausbildung.
 
(Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule) 

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