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Uni Leipzig will weibliche Eliten in der Medizin fördern

am . Veröffentlicht in Bildung

Leipzig. Frauen sind in Spitzenpositionen von Universitäten und Kliniken immer noch unterrepräsentiert. Frauen hingegen - sofern sie überhaupt ihren Beruf als Ärztin aufnehmen - zihen eine akademische Karriere viel seltener ins Kalkül. In der Ausbildung fehlen den Medizinerinnen somit weibliche Vorbilder, an denen sie sich bei ihrer Karriereplanung orientieren können.

Um dies zu ändern, hat die Universität Leipzig das Programm "EliMed - Mentoring-Projekt zur Förderung und Vernetzung weiblicher Eliten des Studienganges Medizin an der Universität Leipzig" ins Leben gerufen. Mit diesem sollen sich leistungsstarke Medizinstudentinnen einen Weg in Führungspositionen bahnen. Die zweite Projektphase startet im November 2007.

Laut der Uni  mangele es den zukünftigen Ärztinnen  an Netzwerken, auf die sie zurückgreifen können, um sich Wissen über Strukturen, Prozesse und Spielregeln im medizinischen Wissenschaftssystem anzueignen. In Anlehnung an das Modellprojekt "ELISA - Elitenförderung Sachsen" setzt das Projekt "EliMed" genau an der Stelle der Vorbilder (insbesondere weiblicher Vorbilder) sowie des Netzwerk-Aufbaus an. Es soll dazu beitragen, dass das Potential der hoch qualifizierten angehenden Medizinerinnen gefördert wird und nicht verloren geht.

Durch ein einjähriges Mentoring werden die teilnehmenden Medizinstudentinnen ganz individuell bei ihrer Karriereplanung und Klärung der eigenen beruflichen wie privaten Ziele unterstützt. In den möglichst einmal monatlich stattfindenden Gesprächen können die talentierten jungen Frauen Strategien für ihre weitere berufliche Qualifizierung erarbeiten, ggf. in Beziehungsnetzwerke eintreten und Einblick in die formellen und informellen Strukturen des medizinischen Wissenschaftssystems erhalten.

Als Mentorinnen und Mentoren wurden und werden erfahrene Klinikärztinnen und -ärzte bzw. Hochschullehrende der Medizin rekrutiert. So haben sich für die erste Projektphase von "EliMed" Prof. Dr. med. Eva Robel-Tillig - komm. Leiterin der Neonatologischen Intensivstation der Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Prof. Dr. Dr. med. Dagmar Führer von der Endokrinologie/Diabetologie der Medizinischen Klinik und Poliklinik III, Dekan Prof. Dr. med. Jürgen Meixensberger - Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie sowie Prof. Dr. med. Wieland Kiess - Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche bereit erklärt, ihre Erfahrungen auf dem Weg in Führungspositionen weiterzugeben und den ausgewählten, hoch qualifizierten Studentinnen bei deren Zielsetzung und -erreichung beratend zur Seite zu stehen.

Für die nächste Projektphase mit Beginn im November 2007 können sich ab sofort wieder leistungsfähige und motivierte Medizinstudentinnen (Human- und Zahnmedizin) im Klinischen Studium bewerben, die an einer akademischen und/oder klinischen Karriere interessiert sind. Zudem werden weitere engagierte ProfessorInnen, PrivatdozentInnen, ChefärztInnen und OberärztInnen des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig sowie der akademischen Lehrkrankenhäuser gesucht, die aufgrund Ihrer Berufs- und Lebenserfahrung qualifizierte angehende Ärztinnen in ihren Karriereabsichten unterstützen möchten.

"EliMed" wird 2007 und 2008 von der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig gefördert, die Koordination und wissenschaftliche Begleitung erfolgt in der Selbständigen Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie unter der Leitung von Prof. Dr. Elmar Brähler in Kooperation mit Prof. Dr. Dorothee Alfermann vom Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Leipzig.

weitere Informationen: www.uni-leipzig.de/~medpsy, www.uni-leipzig.de/~sportfak

(Uni Leipzig/msu)

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