Leipzig

Umweltzone Leipzig: Bearbeitungsstart für Ausnahmeanträge

Leipzig. Seit dem 1.September nimmt die Stadt Leipzig Anträge für Ausnahmegenehmigungen von den Verkehrsbeschränkungen der Umweltzone entgegen, die am 1.März 2011 in Leipzig in Kraft tritt.

Deutschland

Doppelmord in Groitzsch - Polizei nimmt in Bayern 40-jährigen Tatverdächtigen fest

Leipzig/Mühldorf. Im Fall des Doppelmordes von Groitzsch hat sich am Donnerstagabend der gesuchte tatverdächtige Guido N. der bayerischen Polizeibehörden gestellt, woraufhin er festgenommen wurde.

Mehr als 10.000 Menschen verhinderten Nazi-Aufmarsch in Dresden PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 14. Februar 2010 um 00:26 Uhr

Mehr als 10.000 Menschen verhinderten Nazi-Aufmarsch in Dresden Dresden. Der lange angekündigte Aufmarsch von Neonazis in der sächsischen Landeshauptstadt wurde von rund 10.000 Menschen verhindert. In der Dresdner Neustadt haben die Dresdner gemeinsam mit vielen anderen Menschen dafür gesorgt, dass die Neonazis den geplanten Propaganda-Marsch aufgeben mussten.

 

 

 

 

Mit mehreren Aktionen zeigten die Dresdner, dass sie in ihrer Stadt keinen Aufmarsch von Nazis haben wollen. Gemeinsam mit einem breiten Bündnis Dresdner Organisationen und Institutionen hatte auch Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt aufgerufen Flagge gegen den Naziaufmarsch zu zeigen. Es sollte in würdiger Weise der Opfer des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges, der von Deutschland ausging, gedacht werden. Die Aktion die auch viele prominente Dresdner Sportler unterstützten lud zu einer Menschenkette unter dem Motto “Erinnern und Handeln. Für mein Dresden“ ein.
An dieser Aktion nahmen neben den Sportlern auch Regierungschef Stanislav Tillich, mehrere Minister, die Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz und Politiker aller Parteien teil. Auch viele Gewerkschafts- und Kirchenvertreter reihten sich in die Menschenkette rund um die Dresdner Altstadt ein. Für etwa eine Stunde hielten sich die Menschen an den Händen und vereinten sich so zu einem schützenden Ring um die Dresdner Altstadt.
Zudem gab es in ganz Dresden umfangreiche Protestaktionen, um den von Neonazis geplanten Aufmarsch zu verhindern. Wie es vom Bündnis Dresden Nazifrei hieß seien rund 10.000 Menschen dem Aufruf den Protesten gegen die Demonstration der Rechten gefolgt.
Mit Sitzblockaden rund um den Neustädter Bahnhof wurden die Nazis und deren Sympathisanten bereits bei der Anreise behindert. Durch die massiven Proteste durfte sich der Neonazi-Aufmarsch aus Sicherheitsgründen zunächst nicht in Bewegung setzen. Später hatte die Polizei dann eine verkürzte Route vorgeschlagen. Die Gegner des rechten Propagandamarsches konnten diesen so lange verzögern, bis die Zeit der bis 17.00 Uhr genehmigten Demonstration abgelaufen war. Nach Angaben der Polizei sollen sich insgesamt rund 6.400 Personen aus der rechten Szene versammelt haben.
Aber auch an diesem Tag des Gedenkens blieben nicht alle Aktionen friedlich. Zwischenzeitlich kam es kam immer wieder zu Auseinandersetzungen mit der Polizei und es brannten Mülltonnen, die zum teil zu Barrikaden zusammengetragen worden waren. Zudem gab es Angriffe auf Autos und Busse rechter Sympathisanten.
Die offiziellen Gedenkveranstaltungen hatten bereits am Samstagvormittag mit einer Kranzniederlegung für die Opfer der Bombenangriffe vom Februar 1945 auf dem Dresdner Heidefriedhof begonnen. Ausklingen werden sie am Abend mit einer Gedenkveranstaltung vor der Dresdner Frauenkirche, sowie Gottesdiensten in den Kirchen der Landeshauptstadt und mehreren Konzerten der Orchester der Elbestadt.

(msc)

 

Weiteres zum Thema: