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Hinter Gittern: Sachsens Rauschgiftspürhunde bekommen weitere Verstärkung PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 20. Februar 2009 um 17:31 Uhr
Hinter Gittern: Sachsens Rauschgiftspürhunde bekommen weitere VerstärkungDresden. Seit Oktober 2007 werden in den sächsischen Justizvollzugsanstalten Rauschgiftspürhunde eingesetzt. Die beiden Hunde Bela und Vico, die bisher allein in Sächsischen Haftanstalten herumschnüffelten, bekommen demnächst vier neue Kollegen.

 

Im Moment ist der belgische Schäferhund Bela in der JVA Zeithain und der Pinscher Vico in der JVA Torgau. Sie suchen und finden Rauschgift im Gelände, in Räumen, Fahrzeugen und an Gegenständen. Die Hunde Bela und Vico werden täglich in den Hafträumen, Arbeitsbetrieben, Besuchsbereichen und auf Freiflächen der sächsischen Gefängnisse eingesetzt, um beispielsweise Halluzinogene, Opiate, Amphetamine, Cannabinoide und Kokain aufzuspüren.
Bisher haben sie gute Erfolge erzielt. Ein Teil der “erschnüffelten“ Bilanz beim bisherigen Einsatz von Bela und Vico haben sie unter anderem 5 Gramm Heroin, 26,4 Gramm Haschisch, 4 Gramm Amphetamine, 14,4 Gramm Marihuana, 110 Anabolika-Tabletten, 50,5 Gramm Ecstasy und diverse Utensilien zum Drogenkonsum. Die Hunde können auch ausgeklügelte Drogenverstecke aufspüren. Im Metallbetrieb der JVA Zeithain entdeckte Diensthündin “Bela“ z.B. in einem Eimer mit Müll und Ölbinder 5 Gramm Heroin. Ein Gefangener hatte in seiner Haftraumtoilette unter dem Innenrand der Toilette, eingewickelt in mehrere Lagen Folie, ein Handy und einige Gramm Haschisch versteckt. Ein anderer Strafgefangener hatte in akribischer Arbeit den Spreizdübel seines angeschraubten Bettes ausgehöhlt und mit Haschisch befüllt.
Justizminister Geert Mackenroth meint dazu: “Warum machen wir das? Der beste Schutz vor neuen Straftaten ist eine erfolgreiche Resozialisierung. Die Häftlinge in den sächsischen Gefängnissen sollen in ein Leben ohne Straftaten zurückfinden. Das geht schlicht nur ohne Drogen. Deshalb müssen wir den Drogenkonsum hinter Gittern mit allen Mittel verhindern. Rauschgifthunde haben hier den richtigen Riecher. Ihre feinen Nasen sind den besten High-Tech-Anlagen überlegen. Wir setzen die Hunde schon im Besuchsbereich ein und verhindern so bereits die Übergabe von Drogen an die Häftlinge. Die Hunde haben damit auch eine enorme abschreckende Wirkung.“, erläuterte der Minister weiter.
Drogenspürhunde sind selbst nicht süchtig. Sie folgen ihrem Spieltrieb und suchen das Rauschgift. Ihren Hundeführer belohnen sie für solche Einsätze.
“Das Projekt ist so erfolgreich, dass wir bereits jetzt den Einsatz von vier weiteren Drogenspürhunden beschlossen haben. Die neuen Kommissare auf vier Pfoten stationieren wir in den Haftanstalten Bautzen, Chemnitz, Dresden und Leipzig. Damit können wir die Hunde flächendeckend in allen zehn sächsischen Justizvollzugsanstalten einsetzen.“, so Justizminister Mackenroth abschließend.

(ssc)