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Statistisch gesehen Einkommen in der Landwirtschaft in Sachsen deutlich gestiegen PDF Drucken E-Mail
Montag, den 26. Januar 2009 um 02:00 Uhr
Statistisch gesehen Einkommen in der Landwirtschaft in Sachsen deutlich gestiegenDresden. Das Einkommen von Sachsens Landwirten hat sich vom 1.Halbjahr 2007 bis Mitte 2008 deutlich verbessert, dies teilte das sächsische Landwirtschaftsministerium mit.



Nach den Angaben aus dem Ministerium stieg das verfügbare Einkommen der Landwirte in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um knapp 8.600 Euro, auf rund 33.600 Euro pro Arbeitskraft.
Dies entspricht einer Steigerung von 34 Prozent. Die sächsische Landwirtschaft hatte damit ihr wirtschaftlich erfolgreichstes Jahr, seit dem Jahre 1990. Ebenfalls konnten eine Steigerung, Sachsens Gartenbaubetriebe, erreichen. Die Einkommen der Branche stiegen um 1.400 auf 16.100 Euro pro Arbeitskraft. Trotz dieser Steigerung um rund zehn Prozent, liegen sie jedoch bei weniger als der Hälfte des Durchschnitts für Landwirtschaftsbetriebe.

Die Ursachen für die positive Einkommensentwicklung waren stark gestiegene Preise. Mit ihrem Höhepunkt Ende 2007 waren stark gestiegene Preise für Getreide und Ölfrüchte, aber auch für Milch. Die positive Entwicklung betraf allerdings nicht alle Betriebsformen.
Die Schweinefleischerzeuger mussten im Schnitt Einkommenseinbußen von 56 Prozent hinnehmen. Hier sank das verfügbare Einkommen um 26.500 Euro auf insgesamt 20.200 Euro pro Arbeitskraft. Die Ursachen hier waren steigende Futtermittel- und Energiepreise sowie ein Preistief beim Schweinefleisch.
Trotz der insgesamt positiven Entwicklung warnt Landwirtschaftsminister Frank Kupfer. “Die Preise für Getreide und Milch sind 2008 wieder gesunken, für das laufende Wirtschaftsjahr sind deshalb schon rückläufige Einkommen vorauszusehen“. Auch die stark ansteigenden Energiekosten hatten insgesamt eine Verteuerung der landwirtschaftlichen Produktion zur Folge. Zu weiteren Einbußen werden die EU-Beschlüsse des so genannten Health Checks führen. Die Direktzahlungen werden demnach 2009 um bis zu elf Prozent gekürzt.

Die Unternehmenseinkünfte betrifft einerseits die absehbare Entwicklung. Diese wird aber auch eine Entlohnung der Arbeitnehmer stark einschränken. In der Landwirtschaft liegt in Sachsen das durchschnittliche Bruttogehalt eines Beschäftigten derzeit bei rund 14.000 Euro pro Jahr, im Schnitt aller Branchen sind es in Sachsen etwa 22.000 Euro.

“Seit dem Jahr 2000 sind die Einkommen der Landwirtschaftsbetriebe insgesamt gestiegen, gleichzeitig sind aber auch die Schwankungen größer geworden. Die Agrarwirtschaft wird sich auch künftig mit den sich ständig ändernden Preisen für Rohstoffe, aber auch für die eigenen Erzeugnisse auseinandersetzen müssen. In wirtschaftlich erfolgreichen Jahren gilt es daher, Rücklagen zu bilden, um die schwächeren Jahre überstehen zu können“, betonte Landwirtschaftsminister Kupfer.

(ssc)