Leipzig: Oberbürgermeister Jung empört über rechtsextreme Aktivitäten im Fall Michelle PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 26. August 2008 um 16:02 Uhr

Leipzig: Oberbürgermeister Jung empört über rechtsextreme Aktivitäten im Fall MichelleLeipzig. Mit Empörung reagierte Oberbürgermeister Burkhard Jung auf die Aktivitäten  rechtsextremistischer Gruppen im Zusammenhang mit dem Mord an der achtjährigen Michelle.

Jung sagte: "Die Vereinnahmung des schrecklichen Mordes durch Rechtsextremisten ist abscheulich und menschenverachtend. Mit platten populistischen Parolen wird versucht, den Zorn über die Tat und die Trauer der Bürgerinnen und Bürger zu instrumentalisieren und für die politischen Ziele der Rechtsextremisten zu missbrauchen. Dies ist eine Verhöhnung des Opfers und aller Leidtragenden. Ich verurteile diese Aktivitäten auf das Schärfste.
Ich bitte die Bürgerinnen und Bürger auf die Ermittlungsarbeit der Polizei zu vertrauen und der rechtsextremistischen Vereinnahmung entgegenzutreten."

Am gestrigen Dienstagabend hatten sich etwa 300 Rechtsextreme unter eine Demontration von Anwohnern und Eltern gemischt. Dort gaben sie per Megafon die Anweisungen zur Schweigeminute und forderten die "Todesstrafe für Kinderschänder". 

Unterdessen laufen die Ermittlungen zum Mordfall weiter auf Hochtouren. Inzwischen verfolgt die 177-köpfige Sonderkomission mehrere Hundert Hinweise aus der Bevölkerung.

(jsc)