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Leipzig/Mühldorf. Im Fall des Doppelmordes von Groitzsch hat sich am Donnerstagabend der gesuchte tatverdächtige Guido N. der bayerischen Polizeibehörden gestellt, woraufhin er festgenommen wurde.

StudentInnenRat der Uni Leipzig verurteilt ausufernde Diskussion um Marx-Relief PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 24. Februar 2008 um 02:03 Uhr
StudentInnenRat der Uni Leipzig verurteilt ausufernde Diskussion um Marx-Relief Leipzig. "Schluss mit lustig!", fordert Christin Melcher, Sprecherin des StudentInnenRates der Universität Leipzig. "Die Wellen, welche die Diskussion um das Marx-Relief schlägt, stehen längst in keinem Verhältnis mehr zu dessen faktischer Bedeutung. Es ist unverständlich, dass nun selbst sächsische Landtagsabgeordnete den Umstand nutzen, um sich irgendwie profilieren zu können.


Ungleich vernünftiger wäre es, auf die Stellen zu hören, die sich wirklich hervorragend mit der Materie auskennen -- Rudolf Hiller von Gaertringen, Kustos der Universität Leipzig, beispielsweise. Er fordert absolut zu Recht, dass die Universität sich ihrer Vergangenheit stellt. Die Zusammenlegung mit den Resten der Paulinerkirche würde diese geradezu verhöhnen!", erläutert Melcher weiter.
Die Universität ist übereingekommen, sich konstruktiv mit ihrer Geschichte auseinanderzusetzen. "Zu fordern, dass das Relief zu den Schuttresten der Paulinerkirche gehöre, ermöglicht gerade keine
Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit.", so Melcher. Die Sprecherin erläutert: "Der StudentInnenRat hat immer gefordert, das Relief /Der Aufbruch/ am innerstädtischen Campus zu montieren. Nur so ist eine öffentliche Reflexion möglich."
Die Montage am Campus Jahnallee ist zwar nicht die beste Lösung aus studentischer Sicht, aber nach langer Diskussion aller Beteiligten der ausdrückliche Wunsch der Universität. Nachdem sich die Stadt querstellt andere innerstädtische und sichtbare Möglichkeiten zur Aufstellung einzuräumen, ist der Campus Jahnallee eine akzeptable Lösung.
Christin Melcher: "Wir wissen, dass heute Mittag das Finanzministerium panikartig Bauarbeiten am Relief gestoppt hat. Dass nun neben persönlicher Profilierungssucht und bewusstem Ablenken von sinistren Kabinettsmachenschaften auch noch die Unterwanderung zugesicherter Gelder von eben jenem Ministerium kommt, kann man schon langsam als skandalös bezeichnen. Am kommenden Donnerstag, den 28. Februar, werden sich Ministerin Stange mit Universitätsrektor Häuser und OB Jung treffen. Dabei haben sie die einmalige Chance, das unsägliche Tohuwabohu zu beenden und endlich wieder Lösungen für wirklich wichtige Sachthemen zu bieten!"

"Man kann nicht verstehen, wie ein Kunstwerk solch eine Diskussionsflut auslöst; vor allem, weil sich alle Hochschulangehörigen geeinigt haben ist ein derartiges Einmischen von Dritten nicht akzeptabel. Ebenso wenig der Baustopp, da es ein eindeutiges Votum der Universität gibt.", ereifert sich die Sprecherin des StuRa der Uni Leipzig.
Der StudentInnenRat fordert daher das Finanzministerium auf, die Baumaßnahmen wieder aufzunehmen. Das Karl-Marx-Relief soll endlich wieder einen Platz an der Universität bekommen.

Referent für Öffentlichkeitsarbeit des StudentInnenrates der Universität Leipzig