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StudentInnenRat fordert "Prof. Michael Vogt soll abbestellt werden" PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 22. November 2007 um 03:15 Uhr
Leipzig. Die Studenten der Universität Leipzig fordern Abbestellung von Prof. Michael Vogt. Er war durch mehrere rechtsextreme Publikationen in die Kritik geraten. Er ist Urheber des Films „Geheimakte Heß“, der geschichtsrevisionistisch und verschwörungstheoretisch ist. Auffällig wurde Prof. Vogt erst dadurch, dass sein Name im September kurzzeitig auf einer Solidaritätserklärung mit der rechtsextremen Fraktion des Europaparlaments, ITS, auftauchte. Mitgenannt waren Udo Voigt und Holger Apfel von der NPD, sowie Mitglieder von DVU, REP und andere.
Auf der Sitzung des StudentInnenRates der Universität Leipzig fiel ein eindeutiger Beschluss zur Abbestellung von Prof. Michael Vogt. Der Honorarprofessor, ein Publizist, der am  rechten Rand tätig ist, hat zu letzt durch eine massive Medienpräsenz durch sich aufmerksam gemacht. Vogt rückte ins Blickfeld der Studierenden als er an einem in Straßburg stattgefundenen Treffen der rechtsextremen Fraktion "ITS" im Europaparlament teilnahm. Vogt tauchte daraufhin auch auf einer Liste von Sympathisanten auf.

Dies war ausschlaggebend für weitere Recherchen. Diese haben eine Vielzahl von rechten Publikationen, in denen Vogt maßgeblich mitwirkte, offenkundig gemacht. "Nach Sichtung der Beweislage, ist ein solcher Professor an der Universität Leipzig nicht mehr haltbar.", sagt Henrike Böhm, Referentin für Antirassismus des StudentInnenRates.

Der StudentInnenRat unterstützt die Bestrebungen des Fachschaftsrates Kommunikations- und Medienwissenschaften alle möglichen Instanzen der Universität zu sensibilisieren und die Abbestellung von Prof. Vogt zu fordern.

Der Antrag, der in der Sitzung des StudentInnenRates formuliert wurde, lautete wie folgt: Der StudentInnenRat fordert die Institute, die Fakultät, das Rektorat und das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) auf, Prof. Vogt abzubestellen. "Die Abstimmung war mit Mehrheit, einer Gegenstimme und einer Enthaltung ein deutliches Signal an die Zuständigen auf allen Ebenen, aber vor allem auch an Prof. Vogt, dem hoffentlich endlich klar wird, dass ein solcher Professor an unserer Universität nicht erwünscht ist.", resümiert Christin Melcher, Sprecherin des StudentInnenRates.

Nun sind die Universität und das SMWK gefordert, sämtliche Schritte zu unternehmen, um diese Angelegenheit gänzlich aufzuklären und Prof. Vogt abzubestellen.

(StuRA / msc)