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Rugby Club Leipzig steht im Finale des DRV-Pokals

am . Veröffentlicht in Rugby‎

Rugby Club Leipzig steht im Finale des DRV-PokalsLeipzig. Gleich zwei Halbfinals hatten die Teams des RC Leipzig am Samstag, den 14. Juni zu absolvieren. Für die 2. Mannschaft ging es um den Einzug in das Regionalliga-Pokal Finale, während die 1. Mannschaft um einen Platz im DRV-Pokal-Finale spielte. Trainer Andreas Kuntze konnte dabei aus dem Vollen schöpfen und aus 44 Spielern zwei komplett autarke Kader formen.

 

 

Den Beginn machte die Reserve des RCL. Sie spielte gegen den USV Jena. Die Gäste sind normalerweise in der 2. Bundesliga zu Hause und dafür konnten die Messestädter aus der Regionalliga gut mithalten. Sehr lange hielt das 0:0 stand und die Thüringer hatten sichtlich Mühe großen Raumgewinn zu erzielen. Die Leipziger Stürmer verteidigten aufopferungsvoll das Jenaer Phasenspiel und die Dreiviertelreihe konnte das eine oder andere Mal selber Akzente setzen. Ab etwa 25 gespielten Minuten durchbrachen die Gäste dann das erste Mal die Leipziger Verteidigung. Von da an waren sie etwas besser im Spiel und bauten ihre Führung ungefährdet zum Endstand von 29:00 aus. Vielleicht ist das Ergebnis am Ende etwas zu hoch, denn die 2. Mannschaft hat sich zu diesem Spiel sehr teuer verkauft. Einen Spieler besonders hervorzuheben kann man nicht unbedingt. Egal ob derjenige auf ungewohnter Position spielte, nach längerer Verletzung wieder zurückkehrte, ob  er gerade seit 1-2 Monaten Rugby spielt oder einer der anderen Spieler war, man könnte einfach jeden nennen. Verabschieden wir uns lieber an dieser Stelle, von einigen Spielern, die, jetzt nachdem die 2. Mannschaft in die Sommerpause geht, leider in Ihre (neue) Heimat zurückkehren müssen: Goodbye Ulysse Thierry, Robert Carr, Jacob Price und Phil Wadewitz…
Um 15 Uhr stand dann das Halbfinale des DRV-Pokal auf dem Programm. Die Gäste aus Rottweil haben dabei das Heimfinale vor Augen, denn der Deutsche Rugby-Verband hat die Ausrichtung des Finales an die Sportfreunde aus dem Schwarzwald vergeben. Aber auch die Leipziger waren hoch motiviert und wollten das Finale erreichen. Schnell gab es aber den ersten Dämpfer für die Messestädter. Yves Kaufmann verletzte sich am Sprunggelenk und musste ausgewechselt werden. Während Leipzig sich noch kurz ordnete nutzten dies die Gäste um nach einem Gedränge mit ihrem Gedrängehalb ins Malfeld der Leipziger einzutauchen. Die Gastgeber wurden nervös und agierten in der Folge hektisch und übermotiviert und kassierten daher in der 16. Minute 2 gelbe Karten. In doppelter Überzahl kamen die Schwarzwälder nach einer Gasse kurz vor dem Leipziger Malfeld zu ihrem 2. Versuch. Beide Versuche wurden nicht erhöht und somit stand es 10:0 für den RC Rottweil, der seine physische Überlegenheit jetzt voll ausspielen konnte. Zu allem Pech für die Sachsen verletzte sich in dieser Phase auch noch Kapitän Benno Förtsch, der ebenfalls ausgewechselt werden musste. Schlimmer geht nimmer, dachten sich schon die etwa 400 Zuschauer, die an die Stahmelner Str. 218 gekommen waren. Als die beiden Gelb-Sünder aber wieder auf das Feld kamen, rannte der RCL Sturm auf das Rottweiler Malfeld. In Minute 38 schaffte es Gedrängehalb Tobias Heine die Verteidigungslinie der Gegner zu durchbrechen und konnte nur wenige Meter vor der linken Malfeldbegrenzung gestoppt werden. Die mitgelaufenen Leipziger öffneten dann schnell nach rechts, wo sie eine ungeordnete Verteidigung der Rottweiler vorfanden und so konnte Sebastian Roczyn auf der rechten Seite ins Malfeld eintauchen. Die Erhöhung von Spangenberg von weit außen war gut und somit ging es mit 10:7 aus Sicht der Gäste in die Halbzeitpause.

Rugby Club Leipzig steht im Finale des DRV-Pokals


Durchschnaufen, konzentriert bleiben, keine Fehler machen und geduldig sein, dass waren die Worte von Trainer Andreas Kuntze. Klar war der Gegner physisch stärker, dafür sollte der RC Leipzig über die Kondition ins Spiel finden. Und seine Schützlinge hielten sich daran. Die Leipziger gewannen in der 2. Hälfte deutlich mehr Spielanteile und somit konnten sie in der 49. Minute mit einem Straftritt den Ausgleich erzielen. Und der Ausgleich setzte Energie frei. Munter ging es hin und her. Man merkte den Willen beider Teams ins Finale einzuziehen. Hier und da wurde es etwas hitziger, aber Schiedsrichter Jahn hatte die Partie trotz vieler gelber Karten auf beiden Seiten gut unter Kontrolle. Zehn Minuten vor Ende der Partie wurde die Geduld der Gastgeber endlich belohnt. Tyrone Parson blockte einen Befreiungskick des Gegners ab und setzte sofort nach. Als er sich im Malfeld auf den Ball werfen wollte, wurde er von einem Gegner blockiert, so dass der Schiedsrichter auf Strafversuch entschied. Die Erhöhung von Spangenberg ging an den Innenpfosten und von dort ins Malfeld: 17:10! Die Führung war da. Die Schwarzwälder gaben sich aber noch lange nicht auf. Auch sie konnten nochmal ins Leipziger Malfeld vordringen, aber der Versuch wurde wegen eines vorangegangenen gefährlichen Tackles im Maul eines Rottweilers an Sebastian Roczyn nicht gegeben. Jetzt hieß es nochmal 3 Minuten zittern und von den Anfeuerungsrufen der zahlreichen Zuschauer tragen lassen, bis endlich der erlösende Schlusspfiff ertönte, der im lauten Jubel unterging.
Der RC Leipzig steht im Finale des DRV-Pokals! Das Saisonziel, der Klassenerhalt für die 1. Bundesliga war längst erreicht. Wer hätte zu Beginn der Saison, als wir zuhause gegen den RK03 mit 14 Mann auflaufen mussten, gedacht, dass wir am Ende im DRV-Pokalfinale stehen und noch ein zweites Team haben, welches ebenfalls hervorragende Leistungen zeigt. Das Finale findet am 28. Juni um 15 Uhr in Rottweil statt. Gegner wird der Heidelberger TV sein, der auf dem Papier sicher als leichter Favorit gilt. Aber wen interessiert schon ein Blatt Papier…?

RC Leipzig I: Ross Bailey, Chris Ohlenburg, Jens Paleit, Lars Wochatz, Daniel Hofmann, Sebastian Roczyn, Tyrone Parson, Benno Förtsch, Tobias Heine, Sven Spangenberg, Tom Jürroch, Yves Kaufmann, Franz Beck, Alberto Camaleno de la Calle, Alex Murray-Smith, Alex Scholz, Sven Kotzur, Nicolas Noel, Chris Heine, Kevin Günther, Alex Boland

RC Leipzig II: Alex Bahr, Tobias Hagemann, Dirk Zillies, Gregor Grande, Tom Kerber, Kai Hölzel, Phil Wadewitz, Ben Heine, Nicola Vitelli, Tobias Menzel, Jens Marocke, Xaver Remky, Jonas Biel, Ulysse Thierry, Rob Carr, Roman Prygov, Stefan Gütling, Roberto Gastauer, Alex Vinz, Lars Kalmring, Roland Marocke, Julian Pottier

(Text und Bilder: RC Leipzig)

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